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Da komm ich her -

 
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 28.04.2012, 19:46    Titel: Da komm ich her - Antworten mit Zitat

Als ich heute durch unser Dorf spazieren ging, kam mir so der Gedanke,
" wer mag hier schon alles hergelaufen sein, welche Schicksale mögen sich ergeben haben, was war hier, genau dort wo ich gerade gehe wohl vor 2-300 Jahren?"

Wie mag es gewesen sein, dort wo ihr lebt?
Eure Stadt, das Dorf in dem ihr lebt, der Landkreis?

Ich bin neugierig.... und so erzähle ich euch ein bißchen was und hoffe auch ein wenig von euch zu lesen Smilie

Ich lebe in einem Dorf in Nordfriesland. In Seeth.


Die erste urkundliche Erwähnung liegt aus dem Jahr 1260 vor. Seeth, Zete bedeutet Niederlassung, Wohnsitz. Dieses niederdeutsche Wort ist z.B. in dem Ausdruck Wurtseten, Wurtsassen enthalten. Nachdem die Bewohner von Dornebüll im 14. Jahrhundert nach einer großen Flut auf die Geest flüchten mußten, gründeten sie das Dorf Seeth. Die älteste urkundlich erwähnte Eindeichung geht vor das Jahr 1460 zurück.
(Quelle: www. Amt-nordsee-treene )


Unser Wappen hat die Grundfarbe Grün, denn genauso sieht unsere Landschaft aus. Darunter liegt ein goldenes Wellenschild, denn wir liegen aus einem etwa 4 Meter hohen Geestrücken , eine Sandablagerung die vor tausenden von Jahren entsanden ist.
Eine goldene Bauernglocke steht im Mittelpunkt, Links und Rechts davon sind zwei Fachhallenhäuser zu sehen.

In Seeth sind noch drei alte wichtige norddeutsche Haustypen vorhanden und zwar das norddeutsche Fachhallenhaus, das jütische Querdielenhaus und ein Haubarg als Vertreter der friesischen Gulfhäuser. Ca. 82 Häuser sind vor dem 19. Jahrhundert erbaut. 50 Häuser sind noch ganz oder teilweise mit Reet gedeckt. Von ihnen stehen 11 unter Denkmalschutz.
(Quelle: www. Amt-nordsee-treene )

Das älteste noch heute stehende Gebäude wurde im Jahr 1550 erbaut.

Wenn ich durch die Straßen laufe frage ich mich wer hier schon alles war, seit 1550...
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Feona Malea
Gast





BeitragVerfasst am: 28.04.2012, 22:28    Titel: Antworten mit Zitat

Zwar nicht dort wo ich jetzt lebe ... aber dort wo ich geboren und aufgewachsen bin und wo ich mich auch heute befinde Cool

Schramberg ist eine Stadt im mittleren Schwarzwald. Seit dem 1. Januar 1972 ist Schramberg Große Kreisstadt.

Schramberg wurde 1293 als Schrammenberg erstmals erwähnt.
Der Sage nach, hat der Teufel mit den Krallen Schrammen in den Berg gemacht - so wurde mir das mal gesagt als ich klein war Winken

Der Ort gehörte für einige Zeit den Herren von Teck und wurde von diesen an die Herren von Schilteck weitergegeben. 1347 erwarben die von Falkenstein den Besitz. 1444 wurden Teile der Herrschaft an Württemberg verpfändet, doch 1449 wieder eingelöst. Danach wechselte der Ort mehrfach seine Besitzer. 1547 erhielt der Ort das Marktrecht.

Sulgen (dort wo ich herkomme) wurde 1323 erstmals erwähnt. Die mittelalterliche Streusiedlung taucht nach 1444 unter den beiden Namen Sulgen und Sulgau auf.

Sulgen ist aus den unabhängigen Gemeinden Sulgen und Sulgau entstanden. In unserem Dialekt wird es eher „Sulga“ ausgesprochen. Der Name geht wohl auf ein althochdeutsches Wort sul zurück, das „sumpfige Stelle, Wasserlache“ bedeutet.

Sulgau war eine Gemeinde die zu Altwürttemberg gerechnet wurde und evangelisch war. 1444 verkaufte von Falkenstein seine Ländereien Sulgau und Schönbronn (Nachbardorf) an Graf Ludwig von Württemberg.
1934 wurden die Gemeinden Sulgen und Sulgau vereint - bis dahin war Sulgau eine vornehmlich evangelische Gemeinde. Sulgau hatte wohl selbst keine Kirche und so kam es, dass die Gläubigen zu Fuß in das rund sieben Kilometer entfernte Schönbronn wandern mussten. Erst 1957 wurde der Umstand behoben, als im vereinigten Sulgen eine evangelische Kirche gebaut wurde. Ich wusste ja, dass meine Mama in Schönbronn Konfirmation hatte und sie hat mir grad berichtet, dass sie 1957 dort konfirmiert wurde.

Sulgen war immer katholischer Bestandteil der Herrschaft Schramberg. In Sulgen entwickelte sich auch um die Kirche St. Laurentius ein dörflicher Kern mit Kirchplatz und Schule. Die Kirche steht heute noch und ist Museum mit Ausstellung. Ihr gegenüber ist auch die alte Schule.

Von 1934 bis 1939 war das vereinigte Sulgen selbstständig - wurde dann jedoch von den Nazis zwangs-vergemeindet mit Schramberg.

Sulgen ist inzwischen zum Wachstumsmotor von Schramberg geworden. Ein Großteil der industriellen Produktion von Schramberg befindet sich inzwischen auf dem Sulgen.

Drei Burgen prägen das Ortsbild der Talstadt: Die Burg Hohenschramberg, die Ruine Schilteck und die Ruine Falkenstein.aneben gibt es noch zwei weitere Burgruinen, von denen nur geringe Reste erhalten sind: Die Ruine Ramstein und die Ruine Berneck

Schramberg ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen „Fasnet“. Bekannt am Besten für „Da-Bach-na-Fahrt“ am Fasnetsmontag. Mit selbstgebauten Zubern die Schiltach runter ... (ja ... das ist ein Fluss).

Eine alte Tradition in Schramberg und der Raumschaft Schramberg ist die Kilbe bzw. das Kilbesingen am vorletzten Oktobersamstag und den darauffolgenden Tagen bis zum Mittwoch. Früher ganz traditionel mit Rübengeist ... heute natürlich auch mit Lampions. Ich kann mich aber noch gut an selbstgeschnitzte Rübengeister erinnern. Smilie

Bekannt ist Schramberg auch für die Junghans-Uhren, die hier ihren Ursprung haben Smilie

Ich selber komm vom Beschenhof - eine Ansammlung von 5 Häusern und zwei Pferdeställen. Früher hatten wir einen Stall, der schöne Araber-Pferde gezüchtet hat. Den gibts aber nicht mehr. Der Reitstall steht immer noch und ich war dort früher sehr häufig. Direkt ein groooooooooooooooooßer Wald ... in dem auch ein Trimm-Dich-Pfad ist.

Seit einigen Jahren gibt es auch ein Biotop in der Nähe und es ist Vogelschutzgebiet.
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SchwarzerSchatten
Gast





BeitragVerfasst am: 02.05.2012, 20:05    Titel: Antworten mit Zitat

Also, dann will ich auch mal etwas über das Städtchen Großauheim schreiben in dem ich geboren und aufgewachsen bin und in dem ich immer noch direkt am Main lebe.

So grob alle 10 Jahre bei größeren Hochwassern kommt mich der Main auch mal besuchen.
Da schwimmen dann knapp vor der Terrasse schon mal Schwäne vorbei.

Am 30. März 806 wird im sogenannten Lorscher Kodex Auheim erstmals urkundlich erwähnt.
Die Besiedlung an den Ufern des Mains reicht allerdings viel weiter zurück.
Seit der Steinzeit ist das Land am Flusslauf ununterbrochen besiedelt
Mit der fränkischen Besiedlung um 500 n. Chr. sind uns Namen der Orte überliefert.
Das Heim in der Au des fränkischen Freien Ewic wandelt sich von Eweheim über Oweheim zu Auheim.
1270 werden Groß- und Klein-Auheim erstmals getrennt erwähnt.
1377 wird Auheim bei Hanau und Auheim bei Steinheim bezeichnet.
Die beiden Orte werden erstmals 1503 als Großauheim
und 1532 als Klein-Auheim genannt.
Nach der Zugehörigkeit zum Mainzer Erzbistum
- das rote Wappen mit dem Mainzer Rad und den drei Pilgermuscheln (Jakobsmuscheln) weisen darauf hin -
, gehören ab 1803 beide Auheim zum Großherzogtum Hessen-Darmstadt. 1816 kommt Großauheim zur Provinz Hanau und zum Kurfürstentum Hessen-Kassel. 1866 wird Kurhessen preußisch.
1956 wird Großauheim im Rahmen der 1150-Jahrfeier Stadt.
1974 werden beide Auheim im Rahmen der hessischen Verwaltungs- und Gebietsreform in Hanau eingemeindet.

(Quelle: Bertold Picard, So alt wie die Bulau - Spazierwege durch die Geschichte Großauheims, 2007)


Großauheim, der größte der heutigen Hanauer Stadtteile,
zeigt sich dem Besucher mit dem Mainpanorama von seiner schönsten Seite.
Die drei großen Kirchen, die älteste und sehenswerteste, die spätbarocke Jakobuskirche (1767), die mächtige neuromanische Paulskirche
und die neuromanische Gustav-Adolf-Kirche akzentuieren diese mainseitige Silhouette Großauheims.

Bis weit ins vorige Jahrhundert war Großauheim ein Bauerndorf.
Durch die Lage am Main ermöglichte die Fischerei, die Mainschifffahrt und die Flößerei einen zusätzlichen Erwerb.
Die Bauern des Dorfes verkauften ihre Erzeugnisse wie Butter, Kartoffeln, Möhren oder Kraut traditionell auf dem Hanauer Wochenmarkt.
Mit dem Bau der Eisenbahnlinie Hanau–Kahl und der Verbindung nach Aschaffenburg (1854) entstand der heutige Bahnhof und mit der Linie Hanau–Babenhausen, die eiserne Brücke (1881/82) nach Klein-Auheim. Die Eisenbahn, als Wegbereiter der Industrialisierung, ließ auch Großauheim allmählich zu einem Industrieort werden.


(Quelle : © 2012 Stadt Hanau |Stand 02.09.2011 )


Wenn ich so darüber nachdenke, dann wird das Gebiet nahe am Fluß
im relativ waren Klima und geschützt von Mittelgebigszügen im heutigen Rhein-Main-Gebiet schon immer Menschen angezogen haben.
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