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Wie beeinflusst die Seele unsere Entscheidungen?
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 22.02.2012, 21:35    Titel: Antworten mit Zitat

Also, die Verstandesleistungen derart gegenüber den Herzensentscheidungen herabzustufen empfinde ich persönlich als fatal, ebenso die diffuse Gleichsetzung von Seele und 'Herz'. Das bedarf meinem Empfinden nach der Trennung.

@ Taria, vielleicht ist eine Trennung zwischen seelischen und rein körperlichen Bedürfnissen sinnvoll, denn Analog-Wurst und Digital-Käse (oder andersrum Sehr glücklich) sind Dinge, die die Fleischfresser zwei Generationen vorher nicht betroffen haben, wohl aber aktuell deinen Körper, der nach Geschmacksverstärkern, Salzen und Aromen giert - und nicht etwa nach dem völlig unbehandelten und ungewürzten Fleisch oder dem Bergbauernkäse an sich. Winken
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 23.02.2012, 06:43    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Also, die Verstandesleistungen derart gegenüber den Herzensentscheidungen herabzustufen empfinde ich persönlich als fatal, ebenso die diffuse Gleichsetzung von Seele und 'Herz'. Das bedarf meinem Empfinden nach der Trennung.


Solltest du gemeint haben was ich über Gefühle schrieb, so hast du mich falsch verstanden. Ich setze die Verstandesleistung nicht herunter, sondern sage nur das vor jeder Entscheidung, die sicher auch irgendwann vom Verstand gesteuert wird, immer ein Gefühl steht.

Verstand bestimmt, aber zu allererst ist es das Gefühl das entscheidet.
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 23.02.2012, 13:35    Titel: Antworten mit Zitat

Ne, Liebes, das war gar nicht auf dich bezogen. Smilie Deine Aussage, dass an all unseren Verstandesentscheidungen immer andere Faktoren gleichermaßen beteiligt sind, finde ich absolut sinnig. Mir ging's eher um Quercus' letztes Posting.
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 16:05    Titel: Antworten mit Zitat

@Taria: Es gibt, glaube ich irgendwo gelesen zu haben, ein recht schmales Zeitfenster von wenigen Monaten innerhalb der ersten beiden Lebensjahre eines Kindes, in dem sich Essgewohnheiten und Vorlieben für das spätere Leben festlegen. Darüber hinaus wird unser Lustgefühl beim Essen mittlerweile unglaublich beeinflusst von Geschmacksverstärkern und dergleichen, wie Éo schon schrieb. Es ist harte Arbeit, sich etwas so intensiv eingebranntes wieder abzugewöhnen und Meditation mag da durchaus helfen - oder Autosuggestion - und ich kann Dir nur viel Glück und wenig Frust wünschen. Winken

Jedenfalls: Deine Seele kennt keinen Hunger nach irgendwas, auch nicht nach Biogemüse, der ist völlig wurscht, was Du einfüllst, solange es Dir damit gut geht.

Wegen Quercus: Ich finde es auch ein wenig schwierig, Kopf und Herz so derartig einander gegenüberzustellen. Daß wir oft gegen unser inneres Gefühl handeln, weil wir glauben, logisch und sachlich bleiben zu müssen, ist schon klar. Aber auch hier könnte man letztlich sagen, treffen wir eigentlich eine Entscheidung aus einem Gefühl heraus, nämlich aus dem Gefühl der Angst vor der eigenen Courage oder vor der Verurteilung unserer "Leichtsinnigkeit" durch unsere Familien oder dergleichen. Ich denke, die beiden Dinge sind so strikt nicht trennbar, daß man mit dem Finger auf eines zeigen und sagen könnte "Er ist Schuld".

(Ist "Leicht-Sinn" nicht ein absolut fabelhaftes Wort?)
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Victoria
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 16:07    Titel: Antworten mit Zitat

Leicht-Sinn im wahrsten Wortsinne ist auf jeden Fall fabel-haft. Winken
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 16:21    Titel: Antworten mit Zitat

Geradezu Traum-haft Märchen-haft Wunder-schön, nicht wahr? /ot
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Quercus
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 17:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das so angekommen ist, dass ich drastisch Herz und Verstand gegenübergestellt habe, dann wollte ich ganz bestimmt nicht schwarz-weiß zeichnen oder einem von beiden die "Schuld" zuweisen. Beides ist gleich wichtig. Ich priorisiere nicht, bemerke nur, dass häufig Entscheidungen auf der Verstandesebene getroffen werden. Es gibt kein gut und schlecht dabei. Beides ist wichtig, das klang vielleicht nur so weiter oben.

Jedoch sind diese Entscheidungen auf der Verstandesebene häufig auch von gewissen Mustern bzw. Konditionierungen abhängig, die weit zurück liegen und sogar noch aus der Kindheit stammen. Man entscheidet dann, weil man einem gewissen Muster folgt. Dabei kann es hilfreich sein, in sich hinein zu spüren und das "Bauchgefühl wahrzunehmen. Ich denke jeder von uns kennt das Gefühl, eine Entscheidung getroffen und sich nicht wohl dabei gefühlt zu haben. Meist waren dies auch die falschen Entscheidungen, wie sich dann später herausgestellt hat. Das meine ich in etwa.

Ich habe für mich halt dabei herausgefunden, dass ich versuche, soweit mit das möglich ist, meinen Verstand erst einmal nicht zu befragen, sondern in mich hineinzuspüren, wie es sich anfühlt, wenn ich mich für oder gegen etwas entscheide. Mir persönlich hilft das immer sehr, da so der Verstand nicht die Oberhand behält.

@ Èori: Wo siehst Du die Trennung von Seele und Herz? Du sprichst von "diffuser" Gleichsetzung bei mir.
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 18:47    Titel: Antworten mit Zitat

Du schreibst, das häufig die Entscheidungen von der verstandesebene kommen.
Ich wiederspreche.
Vordergründlich mag es so aussehen, aber lass mich ein plumpes Beispiel nenenn:

Du musst entscheiden ob du deiner Freundin sagst ob sie einen dicken Hintern hat.
Deine Erziehung sagt dir selbstverständlich du darfst nicht lügen, das würde bedeuten, du sagt, " klar hast du einen fetten Hintern"
Tust du es?
Ich glaube eher nicht, denn dein Gefühl sagt dir, "verletz sie nicht" und du handelst gegen deinen Verstand der dir sagt das sie fett ist.
Du folgst deinem Gefühl und sagst ihr, ihr Hintern ist perfekt.


Und die Trennung zwischen Seele und Herz?
Das Herz ist ein Muskel, nichts weiter. Winken

Dein Verstand sagt dir, steh auf wenn jemand in den Raum kommt. Aber warum sagt dir dein Verstand das? Weil dir dein gefühl vorher gesagt hat, das es unhöflich wäre es nicht zu tun und du möchtest nicht unhöflich sein.

Dein Verstand sagt dir, tu keinem etwas was ihm schadet? nein, dein gefühl, die Angst, sagt dir, es fällt auf dich zurück.


Zuletzt bearbeitet von Ashandra am 24.02.2012, 18:49, insgesamt 2-mal bearbeitet
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Taria
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 18:48    Titel: Antworten mit Zitat

Éori hat Folgendes geschrieben:

@ Taria, vielleicht ist eine Trennung zwischen seelischen und rein körperlichen Bedürfnissen sinnvoll, denn Analog-Wurst und Digital-Käse (oder andersrum Sehr glücklich) sind Dinge, die die Fleischfresser zwei Generationen vorher nicht betroffen haben, wohl aber aktuell deinen Körper, der nach Geschmacksverstärkern, Salzen und Aromen giert - und nicht etwa nach dem völlig unbehandelten und ungewürzten Fleisch oder dem Bergbauernkäse an sich. Winken



Ja, das ist leider auch ein tief sitzender Haken. unentschieden
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 24.02.2012, 22:59    Titel: Antworten mit Zitat

@ Quercus, mir ging's unter anderem um diesen Satz von dir:

Zitat:
Ich glaube wirklich, es wäre gut, die wirklich wichtigen Entscheidungen aus Sicht des Herzens oder vielleicht auch Seele zu treffen.

Ich hatte das Gefühl, dass du in deinen Ausführungen Begriffe wie 'Herz', 'Seele', 'Bauchgefühl' und so weiter synonym gebrauchst, was für mich keinen Sinn ergeben hat, weil, zumindest in meinem Verständnis, diese Worte eigentlich nicht das Gleiche meinen. Womöglich geht da auch nur meine Vokabelpedanterie mit mir durch, aber es fällt mir etwas schwer zu begreifen, was dein kleines Essay genau mit der Grunddiskussion zu tun hat. Verlegen
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Quercus
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2012, 00:03    Titel: Antworten mit Zitat

Unterwegs im Auto fiel mir Saint-Exupéry`s Ausspruch "Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar" ein. Das meine ich in etwa damit.

Und ja, ich weiß auch, dass das Herz ein Muskel ist. Hihi! Aber wir sind ja hier nicht in einem wissenschaftlichen Anatomiekurs, sondern vertreten doch auch eine ganzheitliche Auffassung der Dinge. Übrigens wird in den meisten Kulturen das Herz als das Lebenszentrum betrachtet. Es gilt als Kern unserer Emotionen, als Sitz der Seele, der Moral und Tugend und unseres Geistes. In der chinesischen Tradition wurde dies schon vor 2300 Jahren schon klar erkannt. Im „Inneren Klassiker des Gelben Kaisers“ wird das Herz nicht nur als mechanische Druck- und Pumpmaschine gesehen, sondern auch als Vermittler der kosmischen Lebenskraft, die als himmlisch bezeichnet wird. Somit stehen das physische Herz und die vital machende Seele aus dieser Sicht in untrennbarem Zusammenhang.

2008 bestätigten Wissenschaftler auf einer Konferenz in London mit dem Thema: „The Relational Heart“, dass beim Erleben von „zentralen Herz-Qualitäten“ wie Liebe, Wertschätzung, Dankbarkeit und Fürsorge der Herzrhythmus (die Sinuswellen im Elektrokardiogramm) signifikant glatter und kohärenter werden. Ununterbrochener Stress und negative Emotionen bilden den Herzrhythmus zackig ab.

In ihrem Buch The Subtle Body; An Energetic Encyclopedia of Your Energetic Anatomy erklärt Cyndie Dale, dass das Herz ein elektromagnetisches Organ ist, mit einem elektromagnetischen Feld, dass 5000 mal starker ist, als das unseres Gehirns. Cyndie Dale zeigt auf, dass unsere Herzzellen aus 50 – 60 % von Nervenzellen bestehen, den Gehirnzellen identisch. Somit also fähig ist, die Informationen des Körpers zu empfangen, weiter zu verarbeiten, aufzubewahren, zu verteilen und weiter zu leiten.

Dieser naturwissenschaftliche Zugang rückt auch schulmedizinisch die ganzheitliche Auffassung der Kultivierung des Herzens in ein neues Licht. Beispielsweise wohnt nach Auffassung der Traditionellen Chinesischen Medizin die Seele im Herzen.

Ich will nicht klugscheißern, doch ich finde das Thema so spannend. Smilie

Über das Beispiel mit den dicken Hintern muss ich noch etwas nachdenken. An dieser Auffassung könnte auch etwas dran sein.
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2012, 10:33    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss sagen, ich sehe die "Seele" mehr als mein Bewußtsein. Das was mich ausmacht unabhängig von meinem physischem Körper.

Mein Bewußtsein, meine Seele werden noch lange nach meinem Körper, meinem Gehirn und meinem Herzen existieren.

Möglicherweise steckt mein Bewußtsein und damit auch meine Seele in jeder einzelnen Zelle meines Körpers, kann aber dennoch völlig unabhängif davon weiter existieren. Wenn ich bei Astralreisen meinen Körper verlasse, mein Bewußtsein unabhängig von meinem Körper ist, dann schlägt mein Herz weiter.

Aber ich gebe sicher gern zu, dass ich schon aufgrund meines Berufes vieles aus einer zu medizinischen Sicht betrachten mag.

Mein "Bauch"-gefühl sagt mir das meine Intuition im Darm sitzt, mein Ärger in der Leber oder eben darauf, meine Wut in der Gallenblase....
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 25.02.2012, 13:59    Titel: Antworten mit Zitat

Hmm... ich trenne auch Seele und Bewußtsein. Bzw. es ist eigentlich so, daß ich denke, mein Bewußtsein ist ein Teil von meiner Seele, der innerhalb meines Körpers und durch diesen zum Denken und Fühlen kommt und dadurch auch gleichzeitig durch den Körper begrenzt ist.
Das ist nicht die gesamte Seele - es gibt einen über- oder unterbewußten Teil und ebenso gehört mein Gefühl, meine Persönlichkeit in allen Facetten zur Seele. Doch die Seele drückt sich auch im nicht-bewußten Zustand aus (damit meine ich nicht bewußtlos, obwohl auch das sein kann, sondern einfach getrennt vom Körper; mir ist aber klar, daß man bei Astralreisen und manchen Träumen vollkommen klar denkt), in Träumen und bei Astralreisen zum Beispiel.

Also, um es vielleicht nochmal zu entwirren: Wenn meine Seele ein riesiges Bild wäre und ich einen Rahmen mit besonders breitem Rand dafür hätte (mein Körper), bliebe der kleine sichtbare Teil des Bildes mein Bewußtsein. Wenn ich den Rahmen etwas verschiebe (mich körperlich verändere), sehe ich mich selbst vielleicht bewußt anders. Wenn ich innen am Rahmen ein paar Zentimeter abfeile (komische alte Denkmuster z.B.), erweitert sich mein Bewußtsein und mehr von meiner Seele liegt offen. Und nimmt man den Rahmen eines Tages weg, fällt das Bild von der Welt-Wand, ist aber wieder ganz und gar wie es der Maler geschaffen hat.
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