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Hexenverfolgung bei euch vor Ort
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Liv
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.2008, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

hier ist etwas, über den Melaten-Friedhof in Köln, den ich schon seit längerem besuchen wollte aber leider noch keine gelegenheit dazu hatte, obwohl der mit buss und bahn ca. 30 minuten entfernt liegt. Im Mittelalter fanden dort unter anderem auch hexenverbrennungen und Urteilsvollstreckungen statt.

Zitat:
Melaten als Hinrichtungsstätte [Bearbeiten]

Im Mittelalter war der Hof Melaten auch eine der öffentlichen Hinrichtungsstätten der Stadt Köln. Die Verurteilten wurden auf einem sogenannten „Armsünderkarren“, der von der Leprosenanstalt gestellt wurde, von dem bischöflichen Gefängnis (Hacht) am Kölner Dom nach Melaten gebracht. Der Weg führte die Verurteilten über die Breite Straße, anschließend über die Ehrenstraße durch das ehemalige Ehrentor und zuletzt über den ehemaligen Melatener Weg zum Friedhof.

Am 28. September 1529 wurden hier zwei Protestanten, Peter Fliesteden und Adolf Clarenbach, wegen ihres Glaubens an Luthers Lehren verbrannt. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden im Wahn der Hexenverfolgungen über 30 Frauen und Mädchen umgebracht, bekanntestes Opfer war Katharina Henot. Am 13. Juli 1797 fand die letzte Hinrichtung auf Melaten statt, als der Kirchenräuber Peter Eick vor einer großen Menschenmenge erhängt wurde.

Zum Gedenken an Adolf Clarenbach und Peter Fliesteden wurde am 27. März 1979 ein Gedenkstein in der Nähe des Haupteinganges an der Piusstraße eingerichtet.


Quelle : http://de.wikipedia.org/wiki/Melaten-Friedhof

Liebe Grüße
Liv
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Catweazle
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.2008, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Bei mir in Paderborn gab es auch Hexenverfolgung,
es gibt da eine bekannte Persönlichkeit Friedrich von Spee....
Steht sogar eine statue von ihn in der nähe von Rathaus,
das wr eine ganz bekannte Persönlichkeit der sich gegen die Hexenfolter
ausgesprochen hatte....

Grüßli Catweazle
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Laegrim
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.2008, 19:41    Titel: Antworten mit Zitat

War n feiner Kerl, dieser Spee...

also bitte ich doch, ihn nicht so unwürdig mit "eine bekannte Person" zu titulieren... Sehr glücklich
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Aradia
Gast





BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 14:28    Titel: Antworten mit Zitat

hallo,
also hier in fulda steht der bekannte hexenturm.
im jahre 1603 lies graf balthasar nuss in nur 3 jahren ca.300 hexen und hexenmeister folter und hinrichten.bekanntestes opfer fr.merga bien 1603. Traurig
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XXX
Gast





BeitragVerfasst am: 09.03.2008, 14:42    Titel: Antworten mit Zitat

Na ja, also Bonn war zwar nie eine Hochburg der Hexenverfolgung, aber Opfer gab es trotzdem. Hier gibt es mehr darüber zu lesen.
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Germand
Gast





BeitragVerfasst am: 08.04.2008, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo,
bei uns in Lemgo gibt es ein Hexenbürgermeisterhaus und es gab einen sogenanten Hexenbürgermeister den Juristen Hermann Cothmann. Schon sein Vater war Theoretiker auf dem Gebiet der Hexenverfolgung und er setzte diese fort als er zum Bürgermeister wurde. In dieser Zeit wurden, wenn ich mich richtig erinnere, 81 Frauen und 9 Männer der Hexerei und Ketzerei angeklagt, darunter auch viele gutsituierte Bürger. Die meisten von ihnen wurden hingerichtet. Wenn man durch die Stadt geht stellt man fest, dass die meisten Opfer aus dem gleichen Viertel kommen. Auch das Hexenbürgermeisterhaus ist in Cothmanns Besitz gelangt indem der vorbesitzer hingerichtet wurde. Der letzte Prozeß fand in Lemgo 1681 gegen Maria Rampendahl statt, die verurteilt und des Landes verwiesen wurde, obwohl sie unter der Folter nicht gestand. Wenn einer von euch mal in Lemgo sein sollte, lohnt es sich das Haus zu besichtigen, in dem eine Folterkammer rekunstruiert wurde und eine Dauerausstellung zum Thema Hexenverfolgung stattfindet.

liebe Grüße Germand
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Gaeska
Gast





BeitragVerfasst am: 22.04.2008, 15:13    Titel: Antworten mit Zitat

Also bei mir in der nähe,in der Stadt Eschwege(Nordhessen) wurden in der ganzen Zeit der Hexenverbrennungen nur 2 Hexenverbrannt.Dies geschah im Jahre 1657.Catharina Rudeloff(40) und ihre Mutter Martha Kerst(65) wurde der Hexerei angeklagt,weil zwei 13-jährige Mädchen lebnsgefährliche Krämpfe bekammen,was von den Butterbroten kommen sollte,die die beiden angeklagten den Mädchen gegeben haben sollen!Catharina war Hauptangeklagte und ihre Mutte wurde angeklagt,weil sie ihrer Tochter die Hexerei beigebracht haben soll.Beide beteuerten ihre unschuld und sagten bei den anhörungen immerwieder das an Christus und Gott glauben und er ihnen bei stände.Bevor die beiden verbrannt wurden,wurden sie erschlagen,was ja als gnade bei der Verbennung von Hexen gald.Hier in der nähe würden laut meiner und der meines Geschilehrers recherhen nicht mehr hexen verbannt,was natürlich auch an den angeklakten lag....... Die nächsten verbrennungen lagen dan wieder so im raum Fulda,wo wieder weit aus mehr Hexen leiden mussten!
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All Hallows Eve
Gast





BeitragVerfasst am: 03.12.2008, 20:37    Titel: Antworten mit Zitat

Mich interessieren die Hexenprozesse hier in Deutschland sehr und sammel quasi alle Fälle, die ich nur finden kann. Ich war z.B. schon in Bad Düben und habe mir dort den Hexenkeller angesehen, in welchem nachweislich eine Hexe gefangen worden war, ein ganz schauerlicher Ort, an dem ich einfach nur fassungslos stand. Ich habe mir für Sachsen (ich habe mehrere Bücher über verschiedene Fälle) mal ein Buch gekauft "Hexen müssen brennen", was über etliche Fälle berichtet, z.B. über die alte Lilienweisin aus Lichtenstein, was hier ganz in der NÄhe ist und wo ich manches Mal zur Familienforschung ins Pfarrhaus gegangen bin.

Über die Lilienweisin hab ich mal vor langer Zeit ein Gedicht verfaßt:

Hexe Lilienweiß

Höret und staunet, was ich euch heut` bericht`,
Eß begab sich vor über nuhn 400 Jahr`,
undt glaubet eß mir oder glaubet eß nicht
ich schwöre euch jedwedes Wort sey wahr.

Im Dorf genennet Lichtenstein
da wohnte vormals des Lilienweiß` Weib
undt es kehrte alhie wohl der Teufel auch ein.
Hadt gebracht denen Todt, Verderben und Leid.

Die Lilienweiß hexte der Schnur (= früher: Schwiegertochter) Feindin krank,
man glaubet eß kaum, zur Walpurgisnacht,
da hat sie inmitten von Schwefelgestank
acht Tage darauf den Todt ihr gebracht.

Undt ein Tag zuvor schied dahin Nachbar Klau,
den die Schnur des schweren Diebstahl bezicht`,
doch die Schuld gab man einer ganz anderen Frau,
Hexe Lilienweiß wars– die Schnur aber nicht.

Eß fanden sich weiter noch sieben Leut`,
die die Lilienweissin geschädigt hette.
So hette sie alle ein Hase gescheut
undt darauf mussten sie alle kranck zu Bette.

Auch sollten sich finden in der Lilienweiß Hauss
Ein Säckelein voll gebranntem Gebein,
viel Tüpflein und Büchslein mit vilerley Grauss,
ein Blutstein, Behrwurzel und solcherley fein.

Hernach wurdt sie peinlichst vom Amtmann befragt
Der Richter nahm das Bekäntnis ab
Sie hette die Kranckheiten zugesagt,
doch Folter undt Tortur brachten letzlich ihr Grab.

Mit dem Schwert wolte man sie nun flugs richten,
unter dem Galgen der erst neu wardt gemacht
Doch starb sie geschwächt von der Folter, mitnichten
man raunte, der Teufel selbst hette sie umbgebracht.

Das Weib wurde damahls alß eine von vielen,
auf grausamste Weise zu Todte gebracht
nuhn glaubet eß mir oder glaubet eß nicht
sie wurde von andern alß Hexe bezicht`,
obwohl sie keine Zauberin war,
nuhr weise undt kundig, vor 400 Jahr.

Jan. 2005
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Alice
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 18:04    Titel: Antworten mit Zitat

In Rheinbach, wo ich meine FOS in Gestaltung gemacht habe, gibt es einen Hexenturm, der heutzutage als beliebter Partyturm genutzt wird (find ich recht unfein). Dort hat der Wahn 130Menschen das Leben gekostet. Es gab mal einen Bericht von 3sat, wo auch etwas über Rheinbach erzählt worden ist.


In Bonn hat es doch sicherlich auch Verfolgungen gegeben?! Ich komme ursprünglich aus einem kleinen Ort zwischen Bonn und Köln, da muss ich mal nachforschen. Winken
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shirin
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 18:37    Titel: Antworten mit Zitat

bei uns gab es eine Hexenverfolgung 1676/77.
Idstein liegt ca 6 km von meinem Wohnort entfernt - das Wahrzeichen Idsteins ist der "Hexenturm" darin saß allerdings nie eine Hexe.
Hier http://www.nassau-info.de/geschichte-hexenverfolgung.htm gibt es weitere Infos dazu
Liebe Grüße
Shirin
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Alice
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 18:41    Titel: Antworten mit Zitat

In Rheinbach war der Hexenturm leider genau das, wie er auch heißt. Dort wurden die peinlichen Verhöre abgehalten.

Der Link sieht sehr interessant aus, werde ihn mir bei Gelegenheit mal durchlesen. Dankesehr. Smilie
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Kanon
Gast





BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

In meiner kleinen Stadt gab es scheinbar auch einzelne Hexenprozesse und Verbrennungen. Aber anscheinend nicht allzu viele oder größere, denn ich finde so gut wie garnichts darüber im Internet.
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Nenièl
Gast





BeitragVerfasst am: 01.06.2009, 22:31    Titel: Antworten mit Zitat

Also, was ich dem Internet entnehmen konnte ist, daß es in Hamburg ca. 40 sicher überlieferte Hinrichtungen gab. Prozesse liefen mehrere, es gab auch zwei Fälle, in denen die Frauen unschuldig gesprochen wurden.

Zuletzt bearbeitet von Nenièl am 23.06.2009, 20:17, insgesamt einmal bearbeitet
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misterioso
Gast





BeitragVerfasst am: 23.06.2009, 19:02    Titel: Antworten mit Zitat

Was ich dem Internet entnehmen konnte scheint es in Lübeck 47 Prozesse gegeben zu haben. Weitestgehend hat Lübeck an der Verfolgung nicht teilgenommen. Was ich aber herauslesen konnte, war, dass vom Volk versucht wurde die Freigelassenen zu steinigen. Ob es dabei Todesfälle gegeben hat, konnte ich dem Text nicht entnehmen. Das Gerichtsbuch ist 1816 zerstört worden. Zwischen 1637 und 1667 kam es dann tatsächlich auch zu Hinrichtungen.

Es ist ein sehr interessantes Thema, dass sich ganz sicher lohnt zu intensivieren. Smilie
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nightwing
Gast





BeitragVerfasst am: 24.06.2009, 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns in Erlangen scheint es recht wenig in dieser Hinsicht gegeben zu haben. Direkte Quellen finde ich nicht - im Stadtarchiv und im Stadtmuseum ist von drei Prozessen die Rede. Aber nichts näheres... Sehr böse
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