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Indigokinder

 
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Cateye
Gast





BeitragVerfasst am: 20.10.2010, 15:06    Titel: Indigokinder Antworten mit Zitat

Was genau kann ich mir darunter vorstellen und was sind eure Erfahrungen?

Seit einer Weile bin ich bei meinem 8 jährigen mit meinem Latein am Ende. Er ist sehr intelligent, kommt in der Schule gut mit, im sozialen Umfeld tut er sich allerdings sehr schwer und autorität ist etwas, dass er garnicht ab kann.

Schon im Kindergarten wurde mir nahe gelegt ihn auf ADHS testen zu lassen. Damals lag er mit dem Test zur Aufmerksamkeit prozentual weit unter dem Durchschnitt, vor Zwei Jahren lag er drüber. Seine Lehrerin sagte kurz nach der Einschulung, sie dachte erst er wäre hochbegabt, hat es aber quasi verworfen, da er sich den anderen angepasst habe.

Da sein Vater sich nun seit Januar nicht mehr meldet wird es immer schlimmer mit ihm, er hat vor den Ferien seine Sachen gepackt und gesagt er will frei sein, seine eigene Wohnung haben und auf eigenen Beinen stehen (sein Wortlaut!). In der Schule erzählte er dann er wolle weglaufen. Mit Mühe und Not haben wir das Thema nun erst mal rausschieben können um es dann mit jemandem vom Jugendamt zu klären, vorallem wie es weiter gehen soll mit seinem Vater.

Die Ferien über ist er bei meinen Eltern und hat da auch groß getönt er will weglaufen, was meine Eltern zum Glück abwenden konnten.

Mir kommt gerade alles sehr aufgewühlt bei ihm vor und ich versuche jede Möglichkeit ranzuziehen, um mit ihm klar zu kommen und ihm vorallem zu helfen.

Habt ihr mit euren Kindern ähnliche Probleme oder Erfahrungen gemacht?
Ich kann jede Hilfe gebrauchen.
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2Wölfe
Gast





BeitragVerfasst am: 20.10.2010, 17:15    Titel: Antworten mit Zitat

Liebe Cateye,

vielen Dank erstmal für Dein Vertrauen - das ist ja doch ein recht persönliches Problem, so wie es sich liest.
Wo genau siehst Du da jetzt Parallelen zu Indigokindern? Willst Du nicht vielleicht eher hilfreiche Vorschläge zur Erziehung hören? So hören sich Deine Fragen jedenfalls für mich an. Ändern wir vielleicht einfach mal den Titel des Threads, ja?
Davon abgesehen, daß ich diesen ganzen Indigokram für komplett schwachsinnig und eine willkommene Entschuldigung für soziopathische Probleme halte (meine persönliche Meinung, die natürlich jede andere Meinung neben sich duldet Winken ) klingt es für mich danach, als wäre Dein Sohn zu Hause zutiefst unglücklich. Das muß nicht unbedingt an Dir liegen - wenn Du sagst, sein Vater würde sich nicht mehr melden, heißt das wohl, er hätte es früher getan? Dann kann ich gut verstehen, wenn der Kleine sich jetzt verabschiedet und aufgegeben, sogar regelrecht verraten fühlt von väterlicher Seite. Und natürlich ungeliebt. Ich glaube, dieses Weglaufenwollen ist ein Zeichen dafür, daß er einfach "raus" will, raus aus seinem ganzen Sch..., den ein Kind in diesem Alter einfach nicht richtig versteht und verarbeitet. Dagegen kommst Du nur mit Engelsgeduld, Konsequenz im Tagesablauf (schon damit er weiß, was ihn erwartet und worauf er sich bei Dir verlassen kann) und einer Unmenge Liebe und Aufmerksamkeit an.
Ich hatte mal einen Schüler, der hochintelligent war, dessen Eltern ebenfalls getrennt lebten und beide neue Partner hatten und der im Alter von 10 Jahren in ein Internat kam. Dort habe ich ihn unterrichtet. Mit 10 war er noch lieb und nett, anpassungswillig, beliebt und der Beste in der Klasse, mit 14 war er nur noch unerträglich, hat seine Mitschüler gestört und Schüler wie Lehrer zum Wahnsinn getrieben und kaum je eine 4 oder 5 geschafft. Da kam zum Abgeschobenwerden und dem ständigen Stress zwischen den Elternteilen noch die Pubertät und dann war es einfach vorbei mit der Lust des Kindes, sich noch für irgendetwas Zwischenmenschliches Mühe zu geben. Er hat einfach keinen Sinn mehr in Höflichkeit und Nettigkeit gefunden und das A...loch raushängen lassen. Und in solchen Situationen wird leider gerne und oft ADHS diagnostiziert (ich kenne das nicht von eigenen Kindern, nur von Schülern, da aber von vielen!), Tabletten eingeworfen und nichts ändert sich am Verhalten der Kinder. Geht auch nicht - zuerst mal müßte sich das Verhalten ihrer Vorbilder ändern.

Mein Rat (und ich hoffe sehr, daß hier noch kompetentere Leute ihre Ratschläge abgeben, denn ich bin bislang weder Erzieherin noch Mutter) wäre: Setze Dich mit Deinem Sohn zusammen, wenn er in so einer Weglauf-Stimmung ist und sage ihm, daß Dir auch oft danach ist, alles hinzuschmeißen und wegzulaufen (das Gefühl kennt ja vermutlich jeder). Daß Du Dich über viele Dinge und Menschen so sehr ärgerst, daß Du mit all dem einfach nichts mehr zu tun haben willst. Und daß Dir in solchen Momenten hilft, Dich auf ihn wenigstens verlassen zu können - Du weißt immer, daß er da ist, wenn Du kommst, daß er Dich lieb hat und Dir hilft (Abwaschen oder keine Ahnung) und daß es Dich immer schon total aufbaut, wenn Du ihn nur siehst, und besonders, wenn Ihr etwas zusammen unternehmt. (Ich improvisiere, das würde ich zu meinem Kind sagen weil empfinden, aber natürlich habt Ihr beide Eure eigene besondere Beziehung, also nur als Beispiel nehmen, ja?) Versuche ihm zu zeigen, daß Du ihm nicht böse bist, weil er weg will, sondern es sogar verstehen und nachfühlen kannst. Oder lauf einfach einmal mit ihm weg. Winken Kauf ein 2-Mann-Zelt und 2 Schlafsäcke und ab die Post, völlig planlos losrennen, wild zelten und ohne Klopapier in die Pampa. Sehr glücklich
Und wenn ihr da in der Pampa sitzt (oder meinetwegen auch nur bei seinen Großeltern im Garten oder zu Hause am Balkon) dann nimm ihn ran und gib ihm Zettel und Stift und sage, er darf alles aufschreiben, was ihn wütend macht. Er darf so doll aufdrücken, daß das Papier zerreißt. Und dann darf er selbst ein paar Zweige sammeln, eine Schale mit Sand füllen, ein Minilagerfeuer herstellen und den Zettel verbrennen. (Du natürlich auch mit Deinem Zorn, sonst fühlt es sich für ihn wie eine blöde Therapie an.)
Oder Ihr geht zusammen an einen See oder Fluß, nehmt jeder einen Stein ganz fest in die Faust und sprecht alles aus, was Euch ankotzt, als müsse der Stein jetzt einfach alles aufnehmen. Dann werft Ihr die Steine rückwärts über die Schulter ins Wasser und geht weg, ohne Euch umzusehen. Macht Dinge, die Euch zusammenschweißen. Gemeinsam kochen, gemeinsam Computerspielen. Erzähl ihm, wenn Dich auf der Arbeit etwas ärgert, dann erzählt er auch aus der Schule.

Mein zweiter Rat wäre eine Erziehungshilfe beim Jugendamt zu beantragen. Ich kenne eine Frau, die das macht und bin seither von dieser Möglichkeit schwer beeindruckt.

Tja, das sind erstmal die Sachen, die mir spontan einfallen. Wie gesagt, ich hoffe, da kommen noch mehr Meinungen zustande von Leuten mit eigenen Kindern. Und ich drücke Dir alle Daumen, daß er sich bald wieder fängt.
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Cateye
Gast





BeitragVerfasst am: 20.10.2010, 17:51    Titel: Antworten mit Zitat

Erst mal Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt euch mit meinem Problem auseinander zu setzen.

Ich versuche einfach alles heranzuziehen was mir eine Erklärung für sein Verhalten geben könnte und höre natürlich auch gerne eure Vorschläge wie ihr damit umgehen würdet.
Generell halte ich auch wenig von dem ganzen Indigokram bin aber eben für alles offen was helfen könnte die Sache in neuem Licht zu sehen.
Wie auch schon die Lehrerin und die Betreuer bestätigt haben ist der kleine Todunglücklich, lässt aber keinen an sich ran wenn man mal mit ihm reden will.

Sein Vater hat sich die letzten 5 Jahre nie wirklich um ihn gekümmert, hin und wieder war der zwerg mal übers WE bei ihm, ab und an mal einen Tag. Das wars aber auch schon.

Ich bin ich ganz deiner Meinung, dass er sich verraten fühlt, aber er redet nicht darüber und sobald man ihn drauf anspricht will er es nicht hören. Er lebt seit 5 Jahren in geregelten Verhältnissen mit mir, ich war immer bemüht ihm einen geordneten Tagesablauf und viel Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Ich habe sogar vor einer Woche mein Abitur aufgegeben um mehr Zeit für den kleinen zu haben, damit wurde es eher noch schlimmer statt besser.
Vor Wochen hab ich schon Jugendamt und Therapeuten eingeschaltet udn warte jetzt schon lange auf die Termine. Mal eben was mit ihm unternehmen geht leider nicht, unser Geld ist knapp, daher spiele ich sehr viel mit ihm.

Alles in allem denke ich es steckt nur die Sache mit seinem Vater dahinter. Aber das machts nicht einfacher für uns.
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Norwiga Kunna
Gast





BeitragVerfasst am: 12.11.2010, 22:55    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Cateye,


meine Tochter ist nun 7 Jahre alt und seit Sommer 2010 sind wir bzw. sie in psychologischer Behandlung in einem speziellem Zweig in einer Klinik für "spezielle Kinder". Meine Tochter besucht die Grundschule seit ihrem 5 Lebensjahr und wir hatten schon Probleme im KiGa. Sie hat Probleme sich sozial zu integrieren. Sie findet schlecht Freunde, da sie sehr impulsiv, rechthaberisch etc ist. Sie möchte so vieles und verzweifelt an sich selbst. Laut Psychologin scheint sich nicht an ADHS zu leiden. Wir lassen noch einen IQ Test bei ihr machen...
Wenn es Neues gibt, laßß ich es Dich wissen, oder schreib mich an Smilie
Ist zu ausführlich...
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Echo
Gast





BeitragVerfasst am: 22.12.2010, 18:57    Titel: Antworten mit Zitat

Oje, das klingt wirklich nach gebrochenem Herzen. Da ist es nicht verwunderlich wenn er sich entschließt wegzulaufen und keinen an sich ranzulassen: wenn man niemandem sein Herz öffnetn kann es nicht verletzt werden. Die Ideen von 2Wölfe find ich gar nicht so verkehrt. Einfach mal raus in die Wildnis, Ihr habt doch bestimmt ein Naherholungsgebiet, Felder oder einen Park oder Wald in erreichbarere Nähe. Dort die ganze Wut mal rausschreien, so laut man kann. Das befreit, manchmal fällt es dann auch leichter die Gefühle in Worte zu fassen. Das ist häufig ein Problem bei Kindern und Jugendlichen, sie haben ganz viele Gefühle und Eindrücke gleichzeitig, sollen funktionieren und es fehlen ihnen die Worte um dem Kummer und der Frustration Ausdruck zu verleien. Also reagieren sie mit Wutausbrüchen oder mit weglaufen wollen, wie in Deinem Fall. Das Du für ihn da bist ist das wichtigste für ihn, auch wenn er der Situation noch nicht vertraut, das braucht Zeit und Durchhaltevermögen. Aber ich bin ganz sicher, dass ihr das schafft. Nebenbei könnten auch ein paar Gespräche mit einem Kinderpsychologen nicht schaden. Wünsche Dir und Deinem Kleinen alles Gute und ganz viel Kraft.
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Selene Lunes
Gast





BeitragVerfasst am: 16.06.2011, 18:52    Titel: Antworten mit Zitat

hm...ich bin zwar keine Erzieherin mehr und habe auch keine Kinder, aber ist dir der Gedanke gekommen, dass er sich schuldig fühlt? Du hörst wegen ihm mit der Abitur auf, die dir viel bedeutet hat. Sein Vater möchte mit ihm nichts zu tun haben, warum will er ihn nicht habe? Ich kann mir vorstellen, dass er sich das unbewusst fragt. So etwas nagt an dem Selbstwertgefühl. Du kannst wegen ihm nicht arbeiten gehen...vielleicht nagt das ja auch an ihm.
Dir hilft sicher: viel Geduld, ein geregelter Tagesablauf und viel Liebe!
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