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Kann meine Tochter wirklich noch Christ sein?
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Autor Nachricht
Janju
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 16:33    Titel: Kann meine Tochter wirklich noch Christ sein? Antworten mit Zitat

Meine 16-Jährige Tochter hatte seit einem halben Jahr geheim Magie betrieben und sich jetzt 'bekannt'.
Wir leben in einer christlichen Familie und sie hat mir versichert, dass sie auch als Hexe Christ bleiben kann. Ich traue ihr da nicht so ganz und wollte deswegen mal von Leuten hören, die Magie schon länger betreiben und erfahrener sind, was ihr davon haltet ...

Danke für die Antworten;
LG Janju
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 16:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ob deine Tochter jetzt noch Christ ist, kann dir keiner einfach so sagen, das könnte höchstens deine Tochter.

Was Christentum und Magie angeht, so gibt es sehr viele Menschen, die magisch arbeiten und einen christlichen Glauben haben. Alleine die ganze Theosophische Ecke reinst christlich.

Gleichzeitig muss ich dich aber darauf hinweisen, dass ab vollendung des 14. Lebensjahr der Glaube deiner Tochter eine reine Privatsache ist, der dich nichts mehr angeht. Mit dem 14 Lebensjahr setzt in diesem Land die Religionsmündigkeit ein, ab hier entscheidet jeder Mensch selbst, was er glaubt und was nicht, ob er am Religionsunterrricht teilnimmt oder nicht und kann auch aus eigener Entscheidung aus den Kirchen austreten.

Dies ist ein freies Land, in der jeder Mensch glauben kann, was er will. Und du als Elternteil hast keine rechtliche Befugnis, dein kind ab dem 14 Lebensjahr in irgendeinerweise Vorschriften zumachen, ob sie noch christlich zu sein hat oder nicht. Ich finde es sowieso schon grenzwertig, dass du dich hinter dem Rücken deiner Tochter über ihren Glauben hier im Forum informieren willst, anstatt ihr selbst zu glauben oder zu vertrauen.

Ob christlich oder nicht, wenn sie religionsmündig ist, ist es ihr gutes Recht, dir ihren Glauben zu verheimlichen oder dazu zu stehen, jeden Glauben auszuleben, den sie will und wenn du ein Problem mit dieser spirituellen Abnabelung hast, solltest du dich mehr mit dir selbst auseinandersetzen und mit den Problemen, die du mit anderen Religionen hast als mit deiner Tochter.

Und wenn du meinen Beitrag noch nicht "nett" findest, überleg mal, wo du hier bist und mit wem du redest. Dieses Forum ist voll von Usern, die selber darunter zu leiden haben, dass ihre Familien ihren Glauben nicht akzeptieren, mit gesellschaftlichen Vorurteilen zu kämpfen haben und hart darum kämpfen mussten, gegen die EInmischerei von außen Magie praktizieren zu können.

Ich hatte das große Glück, in einer Familie aufgewachsen zu sein, in der Magie und praktizierter christlicher Glaube kein Widerspruch waren und in der ich beides von klein auf kennen lernte. Ich musste mich nie damit auseinander setzen, dass andere mit vorschreiben wollten, was ich zu glauben habe oder welcher Religion ich anzugehören habe.

Vielen hier im Forum geht es aber anders und deswegen ist mein Post noch eines der "netteren" Antworten, die du hier erwarten kannst.


Zuletzt bearbeitet von Delian am 14.02.2010, 16:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Janju
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, nein, so war das nicht gemeint. Ich hätte kein Problem damit, wenn sie zu einem anderem Glauben konvertieren würde.
Es ist so, dass sie ja Christ bleiben will, aber ich habe meine zweifel daran, dass sich das ganze überhaupt insgesamt verbinden lässt. Schließlich sagt man ja immer, dass alle Hexen Heiden sind ... oder schließt das eine das andere doch nicht aus?


Zuletzt bearbeitet von Janju am 14.02.2010, 16:52, insgesamt einmal bearbeitet
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Kaeyla
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 16:51    Titel: Antworten mit Zitat

Solange sie sich damit wohl fühlt, nicht aus der Kirche austritt und nichts tut, was sie ausschließen würde, kann sie das sehr wohl.

Wir sind auch beides.
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn deine Tochter Christ bleiben will und gleichzeitig Magie praktizieren will, ist das etwas, dass SIE mit SICH selbst ausmachen muss und ein Weg, den SIE gehen muss. Es ist nicht deine Aufgabe als Elternteil, deiner Tochter zu sagen, dass sich das nicht verbinden lässt. herauszufinden, ob und wie sich beides verbinden lässt ist Teil des spirituellen Weges deiner Tochter. Noch Mal: lerne, sie loszulassen und ihren eigenen, religiösen Weg zu gehen. Was du hier machst überschreitet deine Rechte als Mutter und mit dieser Übergriffigkeit drohst du nur, dein ganzes Verhältnis zu deiner Tochter kaputt zu machen.

Du musst loslassen und sie ihren Weg gehen lassen, sie ihre Fehler machen lassen und sie ihre eigenen Lösungen für ihre eigenen Probleme finden lassen.
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Janju
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 17:04    Titel: Antworten mit Zitat

Soetwas in der Art hatte ich mir auch schon gedacht, Delian. Also, dass sie die Richtung alleine finden muss und slebst weiß oder fühlt, was richtig ist.

Ich wollte es nur wissen, wenn das jemand in den falschen Hals bekommt, will ich mich dafür entschuldigen und hatte nicht vor irgendjemanden zu verletzen oder zu beleidigen. Um ehrlich zu sein, ich finde es sogar in Ordnung, dass meine Tochter eine Hexe ist, nur habe ich das mit der Religion einfach nicht verstanden.

Danke für eure Antworten
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Rahel
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde Christentum und Magie gut miteinander vereinbar.

Was spricht dagegen, dass Gott eine Welt voller Magie geschaffen hat und seinen Kindern die Möglichkeit gibt, diese für sich zu nutzen, ihm auch mit diesem Mittel zu dienen? Ich finde den Gedanken sehr schön. Wenn du dir die 10 Gebote mal anschaust stellst du schnell fest, dass sich die verschiedenen magischen Traditionen in ihren Werten nicht ernsthaft von den christlichen Werten unterscheiden. Es geht immer vor allem um Achtung und Respekt - vor einander und vor der Welt mit all ihren kleinen Wundern.

Wenn du dich hier etwas umgesehen hast, hast du sicher bemerkt, dass es auch Rituale gibt, in denen keltische Gottheiten angerufen werden, oder ägyptische. Es geht um fernöstliche Methoden wie Reiki, aber auch um Schamanismus und Wicca. Jede Kultur hat glaube ich ihr eigenes System, diese magische Energie um uns herum zu begreifen und zu nutzen. Dennoch sind sie sich oft in weiten Teilen sehr ähnlich.
Aber auch die Erzengel tauchen hier auf und spielen für manche Richtungen eine wichtige Rolle.

Es kommt also schon ein wenig darauf an, wie man mit Magie umgeht. Sie kann mit dem Christentum vereinbar bleiben, oder nicht. Das ist Auslegungssache. Ich denke aber, dass hier die Intention entscheidend ist. Wenn deine Tochter ein Weltbild hat, indem sie beides verienbar findet, dann stimmt das für sie auch. Und wenn sie sich da irrt, wird Gott ihr verzeihen, sie tat es ja in bester Absicht.

Ich persönlich kann die Macht, an die ich glaube, schwer als EINEN Gott personifizieren, aber das bleibt wirklich jedem selbst überlassen.
Ich finde es gut, dass du dich mit den Interessen und dem Glauben deiner Tochter auseinandersetzt.
Ich würde es schön finden, wenn du ihr vielleicht von dieser Seite erzählst, ich habe mich hier als "Neuling" gut aufgehoben gefühlt.

Alles Liebe für euch beide
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CAT
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 18:29    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist das Schöne am Hexentum: wir sind völlig frei zu glauben was wir möchten. Ein Moslem kann nebenbei kein Christ sein, ein Christ kein Hindu. Eine Hexe kann alles sein, da sich Magie und Religion nicht wiedersprechen. Für uns (zumindest für die freifliegenden Hexen, die keinem Wiccaorden angehören) gilt nur die eine gemeinsame Regel, wir dürfen durch unsere Taten niemandem schaden, eingeschlossen der Natur und uns selbst. Und so sollte es ja auch im Christentum sein.
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 18:54    Titel: Antworten mit Zitat

Nun, ich denke, hier wurde schon so ziemlich alles gesagt. Smilie
Ich hoffe, das kann Dir ein wenig Licht in die Sache bringen, Janju.
Ich kenne durchaus auch christliche "Hexen". (Im Übrigen muss man gar keine Hexe sein bzw, sich so nennen, um mit Magie zu arbeiten.)
Ich selber arbeite auch unter anderem mit Heiligen und Engeln, wenn ich Magie anwende.
In der Kirche selbst gibt es ja auch eine Menge sehr schöner magischer Handlungen. Alleine die Wandlung beim Abendmahl ist dafür ein Paradebeispiel.
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Angel74
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 19:12    Titel: Antworten mit Zitat

Soweit wurde ja schon alles gesagt und ich finde es auch gut das du dich informierst, denn das zeigt schon das du interesse an dem hast was deine tochter tut, doch fände ich es auch besser, diese Sache und vielleicht auch deine Gedanken mal mit deiner Tochter zu besprechen.
Meine Kinder sind alle getauft und gehen in der Schule auch zum Religionsunterricht, aber Sie sind auch über die anderen religionen sowie über das Thema Magie aufgeklärt bzw. Sie lernen immer noch dazu wie ich auch selbst immer dazulernen und letztendlich überlasse ich ihnen die entscheidung an was sie glauben und wie sie ihren glauben ausleben. Wobei ich da sie noch so klein sind, durch meinen Mann eine kleine einschränkung habe, da sie jetzt noch den religionsunterricht besuchen müssen, wie sie getauft wurden.
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Stormeagle
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 20:10    Titel: Antworten mit Zitat

Wie oben schon gesagt, lässt sich das eine mit dem anderen wunderbar verbinden. Nur weil Deine Tochter sich mit Magie beschäftigt, oder eventuell erwägen würde Wicca zu werden, heisst es noch lange nicht, dass sie keine Christin sein kann. Es liegt an ihr selbst, ob sie sich mit beiden Seiten identifizieren kann. Ich bin schon lange eine Hexe und dennoch Christ. Um genau zu sein, bin ich katholisch. Ab und an gehe ich zum Gottesdienst, aber dazu muss ich einfach Lust haben. Mein Menne ist auch katholisch und hat mit meiner Lebensweise keine Probleme, denn ich kann das eine mit dem anderen wunderbar verbinden.

Grundsätzlich kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass es im Grunde völlig egal ist, ob man Gott Gott nennt oder rosa Elefant. ( Sorry für das Beispiel ). Es bleibt dennoch Gott. Priester benutzen auch Magie ( im übertragenem Sinne ) bei der Äucherestiefeier, Segnung oder Gebet. Es ist nichts weiter dabei wenn deine Tochter beides vereinen will. Du kannst ihr also ruhig vertrauen, wenn sie sagt, dass sie Magie anwenden will und dennoch Christin sein kann. Solange das Herz am rechten Fleck sitzt, sie ihre Magie gut einsetzt und dennoch an Gott ( Göttin etc. ) glaubt ist das völlig OK.

Lg Stormy
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2Wölfe
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 21:34    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kenne sogar Pfarrer (und deren Familien), die sich selbst eher als Pantheisten sehen und dies mit sich sehr gut vereinbaren können aus demselben Grund wie ich: Mein Glaube ist groß genug, um auch Platz für die christlichen Anschauungen zu haben. Alles, was geschrieben steht, ist Definitionssache, und alles, was ein Mensch glaubt, ist ohnehin einzigartig.
Laß Deine Tochter machen. So wie ich Dich verstanden habe, tust Du das ja auch. Nichts ist schöner als eine selbst entwickelte Religion, denn das ist viel nachvollziehbarer und damit verläßlicher als ein kindlich nachgeplapperter Galube. Auch, wenn sie sich entscheidet, in einigen Jahren die Magie aufzugeben und mit dem Christentum alleine glücklich ist, wird dieser kleine Umweg für sie eine Bereicherung gewesen sein, so wie auch jeder durchlebte und (auf die eine oder andere Art) bewältigte Zweifel einen Glauben nur bereichern kann.
Ich finde es jedenfalls toll, daß Du als Christin Dich mit dieser Frage an ein naturreligiöses Forum wendest. Applaus

Stöbere doch ruhig noch ein bißchen herum, damit Du weißt, worum es inhaltlich geht. Es gibt viele Schnittpunkte - Feiertage, höhere Wesen uvm - und dies ist noch dazu ein recht bodenständiges Forum, in dem Du einfach Fragen kannst.
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Silas
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 21:45    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Stöbere doch ruhig noch ein bißchen herum, damit Du weißt, worum es inhaltlich geht. Es gibt viele Schnittpunkte - Feiertage, höhere Wesen uvm - und dies ist noch dazu ein recht bodenständiges Forum, in dem Du einfach Fragen kannst


Würd ich auch sagen.Dann kannst du dir ein Bild machen und auch gerne weitere Fragen stellen,wenn du etwas wissen möchtest. Winken

Und ignoriere Delians grantige Antworten einfach.Hier denkt nicht jeder so,und du bist natürlich herzlich willkommen hier,wie jeder Andere auch. Smilie Es ist völlig okay und normal,dass du dich um deine Tochter sorgst und wissen möchtest,mit was sie sich beschäftigt.
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Stormeagle
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 21:50    Titel: Antworten mit Zitat

Ich schließe mich Silas sehr gerne an. Du kannst jeder Zeit Fragen an uns stellen. Wir finden es großartig, dass Du dich mit dieser Frage auseinander setzt und Dir deine Gedanken machst. Wie ZweiWölfe schon sagte, sind wir ein Bodenständies Forum und helfen gerne, wenn wir es können. Ich möchte Dir noch viel Spaß in unserem Forum wünschen und hoffe, dass Du dich auch bei uns wohl fühlst. Hier findest Du nicht nur Hexen sondern in erster Linie Menschen, die sich gerne deiner Bedenken annehmen und versuchen werden, mit Dir sachlich darüber zu sprechen.

Liebe Grüße

Stormeagle ( Stormy )
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mondfee
Gast





BeitragVerfasst am: 14.02.2010, 22:25    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Janju

Auch von mir erst mal ein herzliches Willkommen.

Ich schliesse mich den anderen Vorschreibern , (ausser Delian der Forumszicke Sehr glücklich ) an

Ich als auch Mutter begreife dich das du dir Gedanken machst . Eine Mutter sorgt sich um ihr Kind , egal wie alt es ist . Das hat nichts mit "Nicht loslassen" zu tun. Winken

Ich bin Christlich getauft und grossgeworden , so wie auch mein Sohn (25) . Wir beide gehen zwar nicht mehr zur Kirche , was aber nicht heisst das ich nicht glaube.
Mein Mann ist starker Christ und fleissiger Kirchgänger , trotzdem wird bei und zuhause beides verbunden.
Christliche Feiertage werden genauso zelebriert , wie auch Heidnische /keltische .

Du fährst am besten wenn du dich weiterhin für den Weg deiner Tochter interessierst und vielleicht könnt ihr ja auch beides in die familie einbinden.

Mein Mann kannte früher z.B. Samhain nicht , nun aber freut er sich jedes Jahr darauf
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