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Glaubt jemand noch an Ceridwen?
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morrygan
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 02:12    Titel: Glaubt jemand noch an Ceridwen? Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich habe mich eben gewundert, dass hier unter "alte Kulturen" gar nichts zu den Kelten steht...

Vertritt denn niemand hier den alten keltischen Glauben mitsamt den Göttern?
Interessiert sich jemand für die Keltologie und ist dementsprechend informiert? Wie beschafft er sich dann sein Wissen?

Hat jemand ein Wörterbuch, wo die alte keltische Sprache erlernt werden kann?

Diolch faur, hwyel faur,
morrygan
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harletaure
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 02:16    Titel: Antworten mit Zitat

Hö? Was verstehst du denn unter der alten keltischen Sprache? Da gabs mehrere...
Muss man keltisch können um Celtoi zu sein unentschieden :?:
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morrygan
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 02:22    Titel: nein Antworten mit Zitat

Man muss natürlich nicht zwingend eine keltische Sprache beherrschen... ich frag ja nur, weil ich es gerne lernen würde, bisher kann ich nur ein bissel walisisch, wollte aber gerne "richtig" lernen!
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harletaure
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 02:31    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Ein Wörterbuch alleine wird da kaum weiterhelfen. Gerade bei den gällischen Sprachen ist die Grammatik recht... kompliziert. ^^

Ich glaube, sowas zu lernen ist heutzutage schwierig, wenn man da nicht fachspezifisch studiert. Zumindest in Deutschland. In Wales dürfte das einfacher sein...
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Bran
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 07:32    Titel: Antworten mit Zitat

keltische sprache hmmm...gälisch....irisches und schottisches........gibt es bücher und cd´s zum lernen...stehen bei mir im regal........
insgesamt habe ich seit einiger zeit meine wegrichtung verändert und gehe richtung druidentum/kelten. muss mir aber meine informationen auch erst sammeln
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 12:25    Titel: Antworten mit Zitat

Es gab keine "alte keltische Sprache".
Mittlerweile gehen die Fachleute sogar davon aus, daß es nicht mal die "alte keltische Kultur" gab, weil die einzelnen Stämme sich so sehr in Lebensweise, Glauben und Sprache von ihren Nachbarn unterschieden, daß man sie nur schwer in ein und denselben Kulturkreis stecken kann.

Wenn Du also nicht mehrere hundert Sprachen lernen willst (was mangels schriftlicher Aufzeichnungen ohnehin ein Problem wäre), wird das nichts.
Die heutigen gälischen Sprachen - also Irisch, Schottisch, Manx, Bretonisch, Cornisch und Walisisch (wobei sich das auch wieder in zwei Untergruppen aufspaltet) - haben mit den Sprachen damals ungefähr genauso viel gemeinsam wie das heutige Deutsch mit dem von vor 2000 Jahren.

Außerdem...Wörterbuch? Damit wäre es verdammt schwer, eine ganze Sprache zu lernen. Was ist mit der Grammatik? Und der Aussprache?

Wenn Du eine der heutigen gälischen Sprachen lernen willst, gibt es einige teach-yourself Bücher mit Kassetten. Nicht 100%ig, weil da einfach der Lehrer fehlt, aber doch ein besserer Einstieg als ein Wörterbuch.
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 15.02.2008, 19:06    Titel: Antworten mit Zitat

Da Rhiahna völlig recht, es ist absurd, von einem Volk der Kelten als große Ethnie und einer keltischen Gemeinsprache zu reden, vielmehr ist es sinnvoller, von einer Hundertschaft kleinerer Stämme und Volksgruppen zu sprechen, die sich alle mehr oder minder den gleichen Kulturraum geteilt haben. Keltische Einflüsse lassen sich vom Atlantik bis hin zum Schwarzen Meer feststellen, aber mehr als ähnliche Formen von Verzierungen und Gebrauchsgegenständen sowie diverse Übereinstimmungen im Pantheon sind das bestimmt nicht. Und das, was viele Leute heute als "echt keltisch" ansehen (z.B. die schönen Tierknotenbilder, die in Wirklichkeit auf Einflüsse der Wikinger zurückgehen), haben wir größtenteils Schwärmern der Romantik wie James Macpherson und Thomas Gray zu verdanken. Was ich damit sagen will: Gerade in Bezug auf keltische Mythologie, Kultur und Sprache gibt es auf dem Markt viel "Humbug", der größtenteils nur auf folkloristischer und esoterischer Verklärung beruht. Bei diesem heiklen Thema würde ich nur zur Universitätsbibliothek meines Vertrauens gehen und nix aus dem kommerziellen Buchhandel holen.

lg

Ben
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Selene Lunes
Gast





BeitragVerfasst am: 28.02.2008, 18:07    Titel: Antworten mit Zitat

hm....warum sollte jemand die Sprache von etwas können?.....wenn ich mit den griechischen Göttinnen und Göttern arbeite, dann arbeite ich mit ihnen auf deutsch, kann aber auch kein altgriechisch.....ist ja im grunde egal! Sehr glücklich
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Call of the Crow
Gast





BeitragVerfasst am: 28.02.2008, 18:28    Titel: Re: Glaubt jemand noch an Ceridwen? Antworten mit Zitat

morrygan hat Folgendes geschrieben:


Vertritt denn niemand hier den alten keltischen Glauben mitsamt den Göttern?
Interessiert sich jemand für die Keltologie und ist dementsprechend informiert? Wie beschafft er sich dann sein Wissen?



Hallo Morry,

Ich muß dich leider wohl etwas desillusionieren, es gibt leider keinen alten keltischen Glauben.
Einerseits weil es genauso wenig die Kelten gab, wie die Germanen, andererseits, daß kaum etwas überliefert ist über den "alten Glauben".

Alles was wir über diesen und die Götterwelt wissen stammt, was das Festland betrifft aus römischen oder griechischen Quellen, was die britischen Inseln betrifft auch noch aus alten Sagen (die allerdings auch erst zu christlichen Zeiten aufgezeichnet wurden)

Auch darfst du Keltologie als Wissenschaft und Celtoi als Glauben nicht in einen Topf werfen.

Ich bin Celtoi (vereinfacht gesagt), verehre also die Götter des Inselkeltischen Pantheons und feiere die Jahrefeste. (auch da nur die, die für mich persönlich Sinn machen.)
Und das nach Gefühl und Herz und nicht nach irgendeinem Buch, oder einer anderen Aufzeichnung.

Natürlich lese ich sehr viel Literatur über die keltischen Völker und da meist auch Quellentexte oder archäologische Schriften, aber woran sie schluß endlich glaubten ist eigentlich reine Spekulation.

Es gibt aber auch rekonstruelle Celtoi, die sich ernsthaft bemühen, dem alten Glauben so genau wie möglich auf die Spur zu kommen.
Aber auch das ist mit sehr viel Quellenstudium verbunden.

Keltologie aber ist eine reine Wissenschaft, wo lediglich Fakten abgehandelt werden...mit Glauben hat das nichts zu tun.
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Celeborn
Gast





BeitragVerfasst am: 17.03.2008, 17:06    Titel: Re: Glaubt jemand noch an Ceridwen? Antworten mit Zitat

Call of the Crow hat Folgendes geschrieben:

Es gibt aber auch rekonstruelle Celtoi, die sich ernsthaft bemühen, dem alten Glauben so genau wie möglich auf die Spur zu kommen.
Aber auch das ist mit sehr viel Quellenstudium verbunden.

Keltologie aber ist eine reine Wissenschaft, wo lediglich Fakten abgehandelt werden...mit Glauben hat das nichts zu tun.
Jepp...Hier ist einer davon....
Also was die Glaubensinhalte betrifft, so ist doch mehr bekannt als allgemein immer angenommen wird, aber da ist wie gesagt viel Quellenstudium gefragt.
Mein eigenes Forum und ein befreundetes CR Forum befassen sich damit als Schwerpunkt.
Das es keine Keltische Verkehrssprache gab ist so auch nicht ganz korrekt.
Die Greichen belegten schon das diese Existent war.
Anders wäre der enorme Handel den die Kelten betrieben auch schlicht unmöglich gewesen.
Später trat dann die Sprache Roms an diese Stelle.
Wenn man Gälisch lernen will (bei allen noch lebenden Indogermanischen Sprachen besteht die möglichkeit) kann mann das Prinzi nutzen das Menschen die diese Sprachen beherrschen aber Deutsch lernen wollen Partner suchen um das ganze gegenseitig zu Lehren....Aber Englisch sollte als gemeinsame Basis schon vorhanden sein.
ich setz mal ein paar Links dazu.
http://www.mylanguageexchange.com/learn/Gaelic-Scottish.asp
http://www.englishirishdictionary.com/dictionary
http://www.byki.com/fls/FLS_GA.html
http://www.hp.europe.de/kd-europtravel/gaelic/gaelic1.htm
http://www.rte.ie/rnag/
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Kevin
Gast





BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

www.sharedtalk.com wäre auch eine gute Adresse. Winken

Zwar gab es keine "richtigen" Kelten oder Germanen, aber diese Begriffe sind einfach zusammenfassend zu gebrauchen. Schließlich glichen sich die einzelnen Kulte ja schon; mehr als zum Beispiel zu den slawischen, afrikanischen Stämmen etc. Sicherlich wird oft fälschlicherweise angenommen, es gab die Kelten, die alle fromm an das gleiche geglaubt haben haben, oder die Germanen. Aber trotzdem hatten sie ja eine sehr ähnliche Kultur, da sie ja sicherlich alle den gleichen Ursprung hatten.
Oder irre ich nun gewaltig?

PS: Dieses Mal weiß ich, dass es eine Forumsleiche ist. Aber in den letzten Tagen war eh irgendwie Schreibflaute hier =P Ich hoffe das sei zu verzeihen. Winken
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 09.04.2009, 21:47    Titel: Antworten mit Zitat

Das mit der Wiederbelebung der Forenleiche sei dir mal verziehen *hüstl* Püh! da es an und für sich schon komisch ist, dass wir hier keine umfangreichen Threads zu den Themen Kelten und Germanen haben. Wäre schön, wenn sich das ändern würde, deswegen meine ungeheuerliche Nachsicht. Sehr glücklich

Ich hatte deine letzte Bemerkung jetzt nicht ganz verstanden, meintest du damit, dass keltische und germanische Kulturkreise jetzt womöglich einen gemeinsamen Ursprung haben oder nur, dass jeder Kulturkreis für sich in all seiner Vielfältigkeit eine Wurzel haben muss? Um ehrlich zu sein: Beides weiß man nicht so recht. Sehr glücklich Generell heißt es, dass das Keltische in seiner frühesten Ausprägung der Hallstattkultur um 800 v. Chr. im Bereich Schwarzwald bis Quellgebiet der französischen Seine entstammt, die germanischen Völker hingegen einem losen Stämmebund der sog. Urnenfelderkultur, die sich bis in die Bronzezeit um 1200 v. Chr. datieren lässt. Das Problem: Zwar hat die Urnenfelderkultur ihr Zentrum mehr im norddeutschen Bereich, um 1000 v, Chr. reicht sie aber in einem Keil vom Rhein bis hin zu den Pyrenäen. Erst danach zu Beginn der Eisenzeit etablieren sich keltische Gruppen in Mitteleuropa, in der La-Tène-Zeit zum Beispiel in halb Deutschland vom Mittelrhein bis zum Quellgebiet der Oder. Hier kann man auch quasi eine Abgrenzung von der "keltischen" zur "germanischen" Kultur erkennen. Aber alles davor, während der Zeit der Urnenfelderkultur und der Hallstattkultur, die zeitlich und geographisch zumindest für ein paar hundert Jahre eigentlich zusammenfallen, weiß keiner, was eigentlich passiert ist und wer wieviel von wem übernommen hat.

Quelle:Wikipedia Commons, ossipro

Diese Grafik schließlich zeigt die ungefähre Verbreitung diverser Völkergruppen zu Beginn der Eisenzeit um 700 v. Chr. Alles Sattorange sind keltische Gruppen, während sich die Urnenfelderkultur im Norden zur sog. Jastorfkultur zusammengezogen hat (dunkelrot). Sie verschmilzt nach Osten hin mit slawischen Gruppen, nach Westen hin mit ähnlichen früh- oder vorgermanischen Gruppen. Gut zu erkennen ist, dass der keltische Kulturbereich schon sehr homogen, der germanische hingegen noch stark in Einzelgruppen unterscheidbar ist, die archäologisch oft nicht mehr verbindet als eben die Eigenart, weite Urnenfriedhöfe anzulegen, was man wohl als gemeinsamen Kult deuten kann. Smilie Soviel zu der zeitlichen Entwicklung bis zum Beginn der römischen Kaiserzeit, die sich an die Eisenzeit anschließt und die Vorgeschichte beendet.

lg

Ben
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Kevin
Gast





BeitragVerfasst am: 10.04.2009, 11:30    Titel: Antworten mit Zitat

Das Lustige ist ja auch, dass das kulturelle Zentrum der Kelten zu ihrem kulturellen Höhepunkt im südlichen Mitteleuropa lag. Doch mit den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung wurden sie, vor allem ihre Sprache, immer weiter verdrängt. Ausschlaggebend dafür waren das Latein und die germanischen Sprachen. Einzig die heutigen inselkeltischen Sprachen sind noch übrig, weil sich die Kelten dorthin zurückzogen.
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Feenkind
Gast





BeitragVerfasst am: 17.05.2009, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube auch nicht das es nur EIN keltisches Volk gab und alles genau das gleiche glaubten.

Was mich sehr interessiert sind die keltische Myten, Sagen und Götter. Und ich beschäftige mich auch sonst sehr mit den Kelten.. Wie genau sie gelebt oder geglaubt haben, kann glaube ich niemand hundert % sicher sagen.

Anscheinend sind nicht einmal die Stonehenge von den Kelten geschaffen worden, sondern diese existieren schon viel länger..
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 18.05.2009, 16:56    Titel: Antworten mit Zitat

Feenkind hat Folgendes geschrieben:

Anscheinend sind nicht einmal die Stonehenge von den Kelten geschaffen worden, sondern diese existieren schon viel länger..


Das weiß man aber auch schon seit langem, dass Stonehenge in seiner ersten Phase in der Jungsteinzeit erbaut wurde Winken ; einige Funde weisen sogar auf eine Nutzung des Platzes bereits im Mesolithikum, also vor rund 8000 Jahren , hin. Die Kelten nutzten lediglich die bereits vorhandene Anlage einfach weiter.

lg

Ben
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