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Warum belastet uns die Hexenverfolgung so?
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 04.12.2008, 12:16    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn Du dessen müde bist, dann beteilige Dich doch einfach nicht an der Diskussion, Delian.
Manches, was vielleicht nicht so gemeint ist, kommt dennoch unfreundlich, harsch und von oben herab an. Und sowas wünsche ich mir für die Hexengemeinde nicht.
Dass die meisten verfolgten Hexen gar keine Hexen waren, düfte hinreichend bekannt sein. Aber deswegen darf man trotzdem über sie reden.
Und wenn es dieses Thema schon einmal hier gibt, kann man auch da weiterdiskutieren.

Kirchenhassparolen werden hier ohenhin nicht von mir geduldet (siehe auch Forenregeln) - daher also keine Sorge. Smilie
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 04.12.2008, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

OK, dann halt ich mich raus und lass euch diskutieren Winken
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Leah de Re
Gast





BeitragVerfasst am: 04.12.2008, 12:52    Titel: Antworten mit Zitat

Ganz so würde ich das nicht über einen Kamm scheren. Es wird sicher die eine oder andere heilkundige Person zum Opfer gefallen sein.

Wenn man zB daran denkt, dass den Kirchenmännern die Hebammen zuwider waren, weil diese - ihrer Meinung nach - in Gottes Plan eingriffen, wenn sie zB Wochenbettfieber mit Kräutern senkten. Damit würden sie Gott spotten, den ihn seiner Hand allein solle Gedeih und Verderb der Menschen liegen. - Dass viele Klöster selbst Kräuter gezielt erforschten war natürlich wieder gaaaanz was anderes, denn sie taten das ja mit Gottes Wille und Unterstützung. Mit den Augen rollen

Nur waren eben, wie Delian schon meinte, nicht alles "Hexen", wohl eher maximal ein einstelliger Prozentteil davon.

So grausam von kirchlicher Seite die "Hexen"verfolgungen gewesen sein mögen, ist es doch Tatsache, dass erst nachdem die weltliche Obrigkeit die Aufgabe übernahm, der "Hexenwahn" in solch enormen Maße ausartete.

All Hallows Eve, ich schätze es, dass du dir die Zeit genommen hast hier verschiedenste Namen aufzuzählen. Ich für meinen Teil würde sie allerdings in der Kerzenhalle besser aufgehoben wissen. Ob Hexe oder nicht, ob Frau, Mann oder Kind, ein Licht in Gedenken der Opfer ist wohl nie verkehrt. Winken

Alles Liebe
Sam

PS: All Hallows Eve Bitte fühl dich hier weiterhin wohl und fühl dich durch diesen Thread nicht vor den Kopf gestoßen. hug
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 04.12.2008, 12:57    Titel: Antworten mit Zitat

Deswegen sage ich ja "die meisten". Smilie
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Leah de Re
Gast





BeitragVerfasst am: 04.12.2008, 13:13    Titel: Antworten mit Zitat

Ash, du warst nicht damit gemeint. Winken Ich hatte den Post abgeschickt bevor ich die letzten beiden Posts vor mir lesen konnte. Verlegen
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Alice
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 17:29    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss sagen, ich bin etwas entsetzt aufgrund dieses Threads.
Mich persönlich belastet jede Grausamkeit an Menschen, sei es bei Mao, der Sklaverei, Hitler oder der Hexenverfolgung. Das wird ganz bestimmt jedem hier so gehen, da bin ich mir sicher.

Aber wenn Du es wissen willst: Bei letzterem wurden viele Schandtaten im Namen der Kirche begangen mittels peinlichen Verhören, unter denen wirklich jeder (!) die grauenhaftesten Taten gesteht, ohne sie begangen zu haben.
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shirin
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 19:56    Titel: Antworten mit Zitat

Ich finde es schade, dass diese Thematik ein wenig " aus dem Ruder " läuft. Es geht doch eigentlich darum wie der Einzelne es empfindet - nicht darum, ob dessen Empfing richtig,falsch, gut oder schlecht ist.
Ich möchte jetzt mal meine Meinung dazu schreiben und möchte die auch einfach so stehen lassen dürfen.
Morrigan schrieb: Es ging also primär um Macht und Reichtum!

meine Meinung dazu: genau DARUM ging es und geht es heute immer noch - es hat sich überhaupt nix geändert. :!:
Ein Großteil der damaligen "Hexen" waren eben kundige Frauen - für damalige Verhältnisse. Mit hexerei hatten sie wahrscheinlich oftmals überhaupt nichts im Sinn, im Gegenteil - waren für ihre Zeit gottesfürchtige Frauen. Aber ihr Wissen wurde ihnen zum Verhängnis. Seit jeher war zum Beispiel Geburt eine reine Frauenangelegenheit - Männer hatten weder Zugang noch Zutritt.

Hier geht es nicht um böse Männer - arme Frauen. Bloss nicht. Macht über andere, Macht ausüben.....unabhängig des Geschlechtes.

Folgender Text bringt uns aber nun doch wieder zum Ursprungsthema:
Hexenverfolgung...............viele vermeintliche Hexen waren ja auch als Hebamme tätig:

Quelltext: Historisches Institut der RWTH
Geburtshilfe wird zur Wissenschaft
Bereits in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gab es an einigen Universitäten geburtshilflichen Unterricht. Ein eigenes Fachgebiet existierte jedoch noch nicht, die „operative Geburtshilfe“ wurde als Teil der Chirurgie behandelt. Mit der Einrichtung von Accouchierhäusern, die an die Universitäten angebunden waren, wurde die Einbeziehung der Geburtshilfe als empirisch angewandte Wissenschaft an den Universitäten verstärkt. Zwar war die Operationslehre noch immer wichtigster Inhalt der Geburtshilfe, aber die bloße Reduktion auf ein Teilgebiet der Chirurgie hatte sich aufgelöst.

Auf dem Weg zu einem Teil der allgemeinen akademische Heilkunde wurde der Focus nun zunehmend auch auf den Bereich der gesamten Schwangerschaft und auf das Wochenbett verlegt. Operative Eingriffe spielten hier keine Rolle, der physiologische Ablauf einer Schwangerschaft wurde zum Gegenstand der Forschung. Damit entfernte sich die Geburtshilfe von einer rein empirisch angewandten Wissenschaft. Fundierte theoretische Kenntnisse und Ausbildung wurden gefordert. Mit diesem Anspruch konnte das Ansinnen der Ärzte, dass auch die praktische Ausübung der Geburtshilfe Sache des Arztes werden sollte, legitimiert werden. Obwohl die Ärzte die Hebammen heftig angriffen und beschimpften, war es nicht die Intention der Ärzte, die Hebammen vollständig zu verdrängen. Neue Zuständigkeiten sollten abgesteckt werden. Die Wochenbett- und Säuglingspflege fiel weiterhin unangetastet in das Ressort der Hebammen, da dies auch eine typisch weibliche Aufgabe war, und auch in der Geburtshilfe selber sollten die Hebammen weiter die „normalen“ Geburten durchführen. Dies hatte zum Einen sicherlich damit zu tun, dass es in Teilen der Ärzteschaft immer noch als herabwürdigend empfunden wurde, eine „normale“ Geburt zu leiten, zum Andern war dies nicht mit der Sexualmoral und dem sittlichen Anstand zu vereinen. Die Beurteilung, was eine „normale“ und was eine pathologische Geburt war, unterlag aber allein den Ärzten. Das Verhältnis einer Hebamme zum Arzt war das einer Dienerin


das ist nur ein kleines Beispiel. Wenn wir mal wachsam durch den Alltag gehen werden wir das immer wieder finden: es ging und geht immer noch - nur um Macht :!:
Shirin - die jetzt mal abwartet
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Alice
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 20:13    Titel: Antworten mit Zitat

shirin hat Folgendes geschrieben:


das ist nur ein kleines Beispiel. Wenn wir mal wachsam durch den Alltag gehen werden wir das immer wieder finden: es ging und geht immer noch - nur um Macht :!:
Shirin - die jetzt mal abwartet


Ich wollte niemals jemanden angreifen. für mich war die themenstellung nur etwas unvorteilhaft gewählt. sorry, wenn das jmd in den falschen hals gekriegt hat. Winken


natürlich geht es um macht. leider. kennt jemand hexenjagd von arthur miller? das macht es recht deutlich. Smilie
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shirin
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 20:27    Titel: Antworten mit Zitat

Alice hat Folgendes geschrieben:
shirin hat Folgendes geschrieben:


das ist nur ein kleines Beispiel. Wenn wir mal wachsam durch den Alltag gehen werden wir das immer wieder finden: es ging und geht immer noch - nur um Macht :!:
Shirin - die jetzt mal abwartet


Ich wollte niemals jemanden angreifen. für mich war die themenstellung nur etwas unvorteilhaft gewählt. sorry, wenn das jmd in den falschen hals gekriegt hat. Winken


natürlich geht es um macht. leider. kennt jemand hexenjagd von arthur miller? das macht es recht deutlich. Smilie


ich hab deinen Beitrag nicht in den falschen..... Lachen mir war auch nicht bewusst, dass du dich angesprochen fühlen könntest hug
Ich meinte nur: man kann beim thema bleiben - man kann es auch auseinander nehmen.
Die eigentliche Frage war doch - warum es einen belastet, nicht ob das in Ordnung ist oder nicht oder man es nicht auch bleiben lassen kann - und stattdessen vielleicht was anderes.... Traurig Vielleicht macht es mich ja deshalb auch so betroffen (ich schliesse Holocaust, Kinderschänder und Tierquäler mit ein). Es macht mich betroffen! Und es macht mich betroffen weil der Hintergrund - nämlich: MACHT ausüben und damit über ANDERE bestimmen zu wollen , Tag für Tag für Tag immer wieder geschieht. Rund um die Erde. Eigentlich sprengt das ja den Rahmen dieses Threads, denn es ging ja um was anderes Mit den Augen rollen
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Alice
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 20:47    Titel: Antworten mit Zitat

ich weiß genau, was du meinst. Traurig

und keine sorge, ich fühlte mich jetzt ja auch nicht angeeckt. Smilie aber das haben wir ja auch bereits schon geklärt. Herz :hexepink:
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All Hallows Eve
Gast





BeitragVerfasst am: 01.02.2009, 20:48    Titel: Antworten mit Zitat

Ich freue mich, daß es doch noch HG- Mitglieder gibt, die zu dem Thema etwas sagen - ich fühle mich auch nur betroffen und wollte das mal nach langer Zeit wieder aufgreifen, leider wurde ich ja dann so angegriffen und habe deshalb nichts mehr dazu geschrieben.
Aber jetzt, wo ich weiß, daß sich andere auch einfach nur betroffen fühlen und dieser Betroffenheit Ausdruck verleihen, da fühle ich mich doch wieder etwas versöhnt Smilie vielen Dank für eure Statements
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Selene Lunes
Gast





BeitragVerfasst am: 06.01.2011, 12:49    Titel: Antworten mit Zitat

hm... warum mich die Hexenverfolgung aufregt Außer das ich es jedes mal, wenn ich etwas zu dem Thema lese, fühlen kann, was passiert ist! Es ging definitiv um Macht und diese Macht wurde von wenigen gebraucht um viele unterdrücken!

Achja und die Kirche hat sich bis heute nicht entschuldigt! Sie ignoriert...so wie vieles!
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