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Warum belastet uns die Hexenverfolgung so?
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Mamo
Gast





BeitragVerfasst am: 21.08.2007, 21:58    Titel: Warum belastet uns die Hexenverfolgung so? Antworten mit Zitat

Huhu

Mir ist grad so ein Gedankenblitz gekommen und den wollte ich euch gern mitteilen. Und ich hoffe, ich habs ins richtige Sub gepackt - ansonsten bitte verschieben.

Nun der Gedanke bzw. die Frage:
Warum regen wir uns so über die Hexenverfolgung auf?
Ich meine, die Meisten, die verbrannt wurden waren doch eh keine Hexen. Und Massenverfolgungen gabs woanders auch (s. Missionierungen/Sklaverei/etc.) aber die spielen hier und eigentlich allgemein in magischen Kreisen weniger eine Rolle.
Warum also ausgerechnet die Hexenverfolgung?

An dieser Stelle möchte ich auf einen tollen Thread verweisen, den ich dazu im Forum gefunden hab: Folge dem weißen Kaninchen


Liebe Grüße
Mamo
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XXX
Gast





BeitragVerfasst am: 21.08.2007, 22:18    Titel: Antworten mit Zitat

Das ist so nicht ganz richtig. Nicht alle Frauen, die verbrannt wurden, waren keine Hexen. Viele dieser Frauen waren zum Teil kräuterkundig und hatten ein immenses Wissen über Pflanzen, Wirkung der Mondphasen etc.

Aber wegen deiner Frage, wieso sich so viele darüber aufregen: In diesem Forum sind natürlich auch viele Hexen aktiv, und es ist logisch, dass dieses Thema dann irgendwann mal zur Sprache kommt. In einem Forum über Geschichte (Beispiel Drittes Reich) wirst du sicher viele Threads finden, in denen sich über die Judenverfolgung aufgeregt wird.

Abgesehen davon können sich einige Mitglieder hier in Folge älterer Reinkarnationen noch gut an die Zeit der Hexenverbrennungen erinnern, da hier teilweise User selbst davon betroffen waren.
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Sionnach
Gast





BeitragVerfasst am: 21.08.2007, 23:02    Titel: Antworten mit Zitat

Das sehe ich ähnlich. Ich will nicht wissen, wieviel Wissen durch diese Dummheit verloren gegangen ist. Vielleicht war Krebs heilbar? Wielleicht gäbne es kein Aids? Es istnachgewiesen, dass die Medizin einen Schritt zurück gemacht hat in der Zeit der Hexenverbrennung.
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Mamo
Gast





BeitragVerfasst am: 21.08.2007, 23:50    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu

@Mondsichel
Dass manche der Frauen auch heilkundig waren, mag sein. Aber sie machen einen so geringen Prozentsatz aus, dass es übertrieben wäre zu sagen, dass bei den Hexenverbrennungen Hexen verbrannt wurden.
Die meisten waren politische Gegner oder auch oft angesehende Menschen, die man eben als Hexen bezeichnet hat.

Und es ist ein Unterschied, ob man sich über ein Thema autauscht (ich würde mir Gedanken über die Qualität des Geschichtsforums machen, wenn sich da Leute reihenweise über ein Geschehen und sei es die Judenverfolgung aufregen würden. Das ist nicht die Aufgabe von Geschichtsforschern vergangendes zu beurteilen) oder ob man es bejammert und sich darüber aufregt!

@Tiamat
Das Wissen ist nicht wegen den Verbrennungen verloren gegangen, sondern weil bereits bestehende Erkenntnisse der Antike verleugnet wurden. Zumal ein Großteil der Bevölkerung nicht des Lesens oder Schreibens mächtig war und sowieso nichts hätte nachlesen können.
Hier übrigens ein toller Bericht über die Heilbarkeit von Tumoren im Mittelalter: Ärzte im Mittelalter
Und AIDS wurde erstmal um 1950 rum in Westafrika nachgewiesen. Und die hatten bestimmt noch nie von den Hexenverbrennungen gehört, also bezweifle ich das die Verfolgungen Auswirkungen auf die Entstehung des Virus gehabt haben.


Andere Frage, die vielleicht etwas leichter zu formulieren ist als irgendwelche dubiosen allgemeingültigen Theorien:
Fühlt ihr euch von der Hexenverfolgung betroffen? Empört es euch, was damals geschehen ist? Wenn ja, warum? Warum gerade das Thema und nicht die aktuellen ca. 76 Kriege auf der Welt?


Liebe Grüße
Mamo
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XXX
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 00:08    Titel: Antworten mit Zitat

Mamo hat Folgendes geschrieben:
Dass manche der Frauen auch heilkundig waren, mag sein. Aber sie machen einen so geringen Prozentsatz aus, dass es übertrieben wäre zu sagen, dass bei den Hexenverbrennungen Hexen verbrannt wurden.
Die meisten waren politische Gegner oder auch oft angesehende Menschen, die man eben als Hexen bezeichnet hat.


Genau, denn das kommt noch dazu. Auch wenn ein Großteil dieser Frauen und Männer keine Hexen waren, so waren diese Verbrennungen jedoch „religiöser“ Natur (sofern man das als solche bezeichnen kann). Laut der Meinung der Kirche war „das Böse“ jederzeit präsent und hat sich besonders in den Frauen manifestiert. Ich denke, wenn wir hier oder woanders über Hexenverbrennungen diskutieren, liegen die Quelle für unsere emotionalen Reaktionen noch ganz woanders. Als ein Beispiel von Vielen sei mal die Unterdrückung und Dämonisierung der Frau genannt, als Resulutat einen Patriarchats, unter dem wir noch heute immer zu leiden haben.


Mamo hat Folgendes geschrieben:
Und es ist ein Unterschied, ob man sich über ein Thema autauscht (ich würde mir Gedanken über die Qualität des Geschichtsforums machen, wenn sich da Leute reihenweise über ein Geschehen und sei es die Judenverfolgung aufregen würden. Das ist nicht die Aufgabe von Geschichtsforschern vergangendes zu beurteilen) oder ob man es bejammert und sich darüber aufregt!


Äähöm, nein nicht unbedingt aufregen. Aber ich finde es wichtig über Vergangenes zu diskutieren und zu urteilen. Denn das ist einfach notwendig, um die Zusammenhänge zu verstehen. Nur, damit du mich nicht missverstehst: Ich bin sehr für einen regen Austausch in Geschichte, und ja: wenn manche Leute meinen sich darüber aufregen zu müssen, und von mir aus auch darüber weinen, finde ich das völlig legitim.
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Pan
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 05:31    Titel: Antworten mit Zitat

Die wirklich heilkundigen Frauen sind meist NICHT als Hexe angeklagt worden, sie waren viel zu wichtig für die Gemeinschaft. DIe meisten heilkundigen Frauen, die echtes Wissen über Heilkräfte der Natur hatten, wurden in Klöster gesteckt, wo sich das meiste alte Wissen bis heute bewahrt hat. Viel Heilwissen, das heute z.B. einer Hildegard von Bingen zugeschrieben wird, ist einStück altes Heilwissen aus vorchristlicher Zeit.

Die eigentlichen Opfer waren meist diejenigen Personen, die unbeliebt waren und Feinde hatten. Darunter zählen vor allem reiche und mächtige Personen. Das Prinzip ist ähnlich dem der Judenverfologung im Dritten Reich:
Die reichen werden ermordet und ihr ganzer Besitz eingezogen. An einem armen, alten Witwe im Kräuterwald konnte die Kirche kein Geld verdienen. Aber an einer alleinstehenden, reichen Frau mit weltlichen Einfluss schon.

Die meisten Opfer waren Frauen, die weltliche Feinde hatten, vor allem unter den Nachbarn. Und darin erklärt sich auch der Grund, warum wir uns über Hexenverfolgung so aufregen:

Die Hexenverfolgung ist das krasse Beispiel dafür, wie sehr Religiopn missbraucht werden kann. Ausgerechnet das Christentum, die Religion der Nächstenliebe und der Feindesliebe, wird entartet und vergewaltigt zu einer Religion, die Massenmorde "fordert". Es ist nicht die Verfolgung selbst, die so schlimm ist, sondern der religiöse Hintergrund, der für weltliche Zwecke missbraucht wird.

Übrigens ist es ein zentraleuropäisches Phänomen, in Spanien, Italien, Großbritannien und Skandinavien sind nur ein Bruchteil der Hexen verurteilt worden. Hier mal ein paar Zahlen zum Vergleich:

Zahl der hingerichteten Hexen in Europa
Nach W. Behringer, Hexen, München 2005

Portugal 7
Spanien 30
Frankreich 4000?
Schweiz 4000
Belgien/Luxemburg 50
Niederlande 200
Deutschland / Heiliges Reich Deutscher Nation 25000
Irland 2
Britannien 1500
Österreich 1000?
Slowenien 100
Italien 1000?
Ungarn 800
Tschechien/Slowakei 1000?
Polen/Litauen 10.000?
Dänemark 1000?
Norwegen 350
Schweden 300
Island 22
Finnland 115
Estland/Livland 65
Russland 99

Quelle: http://www.kreuzzug.de/
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Sionnach
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 08:06    Titel: Antworten mit Zitat

Mamo hat Folgendes geschrieben:
@Tiamat
Das Wissen ist nicht wegen den Verbrennungen verloren gegangen, sondern weil bereits bestehende Erkenntnisse der Antike verleugnet wurden. Zumal ein Großteil der Bevölkerung nicht des Lesens oder Schreibens mächtig war und sowieso nichts hätte nachlesen können.
Hier übrigens ein toller Bericht über die Heilbarkeit von Tumoren im Mittelalter: Ärzte im Mittelalter
Und AIDS wurde erstmal um 1950 rum in Westafrika nachgewiesen. Und die hatten bestimmt noch nie von den Hexenverbrennungen gehört, also bezweifle ich das die Verfolgungen Auswirkungen auf die Entstehung des Virus gehabt haben.


Du kannst nicht mal 5e gerade sein lassen, oder? Das war lediglich ein Gedankengang. Wir können nicht wissen, was alles verlorengegangen ist, weil wir ja niemanden mehr fragen können.
AIDS wurde 1950 nachgewiesen ja. Aber davon mal abgesehen haben viele Krankheiten haben schon wesentlich früher existiert und konnten nicht definiert werden. Zudem wollte ich überhaupt nich sagen, dass damals Aids geheilt wurde, aber vielleicht hätten wir heute eine Möglichkeit gehabt, wenn nicht so viel Wissen verlorengegangen wäre.

Ich bin nicht betroffen, von einem Geschehnis, was derart lange zurückliegt. Es ist teil unserer Geschichte. Es ist schrecklich, dass so viele Opfer zu beklagen sind. Doch es hat es immer und immer wieder gegeben, man bedenke nur mal der Holocaust. Ich will nicht wissen, wieviel dadurch verloren gegangen ist. Ich bedauere, dass es geschehen ist, doch ändern kann ich es nicht, genausowenig, wie ich in meiner derzeitigen Siuation einen der 76 stattfindenden Kriege aufhalten kann.
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Andromeda
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 13:28    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe jetzt mal ernsthaft über die Frage nachgedacht, warum mir die Hexenverfolgungen näher gehen als andere Massenvernichtungen und ich denke, es liegt daran, dass es für mich ein Teil der Geschichte meiner Religion ist, sozusagen. Es erscheint mir logisch, dass ich mich mehr mit der Geschichte und den Kulturen beschäftige, in denen ich Zusammenhänge zu meinem Glauben erkenne und auch wenn es bei der Hexenverfolgung weniger um die Tötung wirklicher Hexen ging, ist es doch damit verbunden gewesen. Auch wenn dem nicht so war, wurde es ja als Grund genannt.
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, "Hexe" ist für uns einfach ein Schlagwort. Ein Name, den wir uns mitunter selbst gegeben haben. Ein Wort, mit dem wir uns identifizieren.
Wir fühlen uns mit Hexen auf der ganzen Welt mehr verbunden als mit irgendeiner anderen "religiösen" Gruppe auf der Welt. Wir (als Gruppe, nicht als Individuum) haben heute (noch) damit zu kämpfen, daß man uns verteufelt oder im besten Fall einfach nicht ernst nimmt. Dann kommt sowas wie die Hexenverfolgung gerade Recht. Daß damals eine ganz andere Vorstellung von Hexen existierte, als wir uns heute sehen, wird oft vernachlässigt. Aber wenn irgendwo einer Hexe Unrecht getan wird, egal wo oder wann, fühlen wir uns gleichermaßen davon betroffen. Einfach weil wir sie (oder ihn) als Teil unserer Gruppe sehen.
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morrigan
Gast





BeitragVerfasst am: 22.08.2007, 21:20    Titel: Antworten mit Zitat

Mich stört vorallem die Ungerechtigkeit...
Viele Frauen, oder auch Männer wurden - wie schon erwähnt - wegen den Reichtümern der Hexerei bezichtigt. Vielfach waren dies Besitzer von Land oder Restaurants etc., was natürlich dann alles in den Besitz der Kirche geflossen ist.

Was dann noch die Höhe ist: Die Hinterlassenen mussten für die Hinrichtung der Hexe bezahlen! Je nach Art der Hinrichtung!

Es ging also primär um Macht und Reichtum!

Was mir aber am meisten zu denken gibt, sind einige Mitmenschen. Die Menschen hatten Gefallen daran Macht auszuüben in dem sie jeden der Hexerei bezichtigen konnten und somit die Person "vernichten" konnten. War man auf die Schönheit oder das Glück der Nachbarin neidisch, oder konnte ein Mann eine Frau nicht haben...klar, dann musste sie ne Hexe sein!

Ging ein Mann fremd, so war entweder seine Frau ne Hexe, sie hat ihn in die Arme der anderen getrieben...oder die Geliebte..sie hat in zuerst verhext und dann verführt...

Möchte noch anmerken, dass natürlich auch Männer zu Schaden gekommen sind...denke aber dass es damals sicherlich vielen Männern Spass gemacht hat, so mit den Frauen umgehen zu können.

Bei der Hexenprobe mussten sich die Frauen vor den Hexenverfolgern ausziehen...um dann z.B. in die Muttermale stechen zu können, ob sie auch bluten. Das war doch sicherlich nicht nur wegen der Male.

Zudem haben die Leute immer jemanden Schuldigen gesucht. War die Ernte nicht gut, brach eine Krankheit aus etc., so wurde immer ein Sündenbock gesucht. Ich weiss nicht, vielleicht hatte es auch mit der damals nicht so guten Bildung zu tun, dass man sich vieles noch nicht erklären konnte.

Was mich zusätzlich stört: In vielen Archiven von Kirchen/Vatikan etc. bestehen noch Dokumente über Hexenverfolgungen, sie werden jedoch nicht der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Vermutungen zu folge liegt die Zahl der Todesopfer in Millionenhöhe....

Und nun zum Schluss...weshalb wurde mit der Hexenverfolgung aufgehört? Nein, nicht weil sie zur Besinnunge kamen, sondern da die Bezichtigungen überhand nahmen und auch Diener der Kirche beschuldigt wurden. So habe ich dies zumindest gelesen...

Ich hoffe, ich habe alles richtig wiedergegeben, sonst lasse ich mich gerne belehren Cool

Ich könnte noch stundenlang weiter über dieses Thema schreiben Verlegen

Gruss
M.
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Pan
Gast





BeitragVerfasst am: 23.08.2007, 06:01    Titel: Antworten mit Zitat

@morrigan:

Im Großen und Ganzen gebe ich dir Recht, nur auf der Seite der Ankläger möchte ich auf etwas hinweisen:

Psychologisch interessant ist, dass die Anklage sehr häufig "gleichgeschlechtlich" verlief. Männer klagten meist andere Männer der Hexerei an, Frauen meist andere Frauen. In den Gegenden, wo hauptsächlich Frauen angeklagt wurden (wie z.B. Deutschland) kommt die Mehrzahl der Anklagen durch andere Frauen. In Gegenden, wo hauptsächlich Männer angeklagt wurden (z.B. Island) kommt die Mehrheit der Anklagen durch andere Männer.

Ich denke, dass die persönliche Konkurrenz auf seiten der Bevölkerung eine sehr große Rolle gespielt hat. Die Hexenverfolgung ließ sich prima missbrauchen, um ungeliebte Gegner loszuwerden.
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scarabaea
Gast





BeitragVerfasst am: 23.08.2007, 19:08    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denke, niemand hat ein Recht, Menschen unter einem Vorwand zu verfolgen und dann auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.
Ob es nun Hexen waren oder nicht, kann doch nicht ernsthaft die Frage sein. Es ist ganz einfach schreiendes Unrecht, Menschen anzuklagen, ohne ihnen die geringste Chance zu lassen, Recht zu bekommen. Denn die Prozessunterlagen, die es noch gibt, machen deutlich, dass von wenigen Ausnahmen abgesehen, die Angeklagten von vorneherein verurteilt waren.
Jedes Menschenleben ist wertvoll. Nicht nur der Wissende hat ein Recht, leben zu dürfen.
Wir - oder zumindest ich - sind besonders betroffen von dieser Thematik, weil ja jeder ein solches Schicksal innerhalb der vielen schon zurück gelegten Inkarnationen erlebt haben könnte. Und da fragen wir doch auch nicht danach, aus welchem Grund wir ein solches Schicksal durchlaufen haben.
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morrigan
Gast





BeitragVerfasst am: 23.08.2007, 20:46    Titel: Antworten mit Zitat

@pan

Ja, da geb ich Dir recht. Man erlebt das noch heutzutage z.B. in der Arbeitswelt, dass die Konkurrenz unter "Gleichgeschlechtlichen" meist grösser ist. So erlebe ich dies zumindest.

Wollte auch nicht männerfeindlich klingen, bin ich absolut nicht Verlegen

Aber ich denke, dass die Inquisitoren (Ich glaub, ich hab das irgendwie falsch geschrieben grins), die ja hauptsächlich männlich waren, sehr Spass daran hatten zu quälen. Und bei Frauen war der Reiz warscheinlich noch ein wenig grösser als bei beschuldigten Männern...

Gruss
M.
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Pan
Gast





BeitragVerfasst am: 24.08.2007, 06:13    Titel: Antworten mit Zitat

morrigan hat Folgendes geschrieben:
Aber ich denke, dass die Inquisitoren (Ich glaub, ich hab das irgendwie falsch geschrieben grins), die ja hauptsächlich männlich waren, sehr Spass daran hatten zu quälen. Und bei Frauen war der Reiz warscheinlich noch ein wenig grösser als bei beschuldigten Männern...


Das kann gut sein, das lässt sich schwer nachprüfen. Man darf aber nicht vergessen, dass auch der sadistischste und frauenverachtenste Inquisitor keine Arbeit hatte, wenn aus der Bevölkerung keine Anklagen und Beschuldigungen kamen. Nicht die Inquisitoren selbst waren die bösen, sondern die Kirchenleute, die sich ihrer bedienten um reich zu werden. bzw. die Bürger, die sie benutzten, um Feinde loszuwerden.

Der "Hexenhammer" konnte nur so erfolgreich sein, weil so viele in lasen und seinen Anweisungen folgten. Man hätte es auch ignorieren können, Hexen "egal" sein lassen können, so wie es in den äußeren Ländern Europas war, wo viele Hexenprozesse mit "Bußgelden" endeten. Die Massenhysterie Zentraleuropas war nur möglich, weil das Volk mitspielte.
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morrigan
Gast





BeitragVerfasst am: 24.08.2007, 10:59    Titel: Antworten mit Zitat

ja das Volk hat die Hexen schlussendlich auf den Scheiterhaufen oder zur Wasserprobe oder was auch immer geführt. Da hast Du schon recht...

Ja der Malleus Maleficarum (Hexenhammer) hatte einen grossen Einfluss. Hier mal ein paar Fragen, welchen in diesem "Werk" behandelt werden.

- ob die Hexe mit Hilfe der Dämonen die Gefühle der Menschen zu Hass oder unbändiger Liebe aufzeien können?

- Warum man in stärkerem Masse Frauen als Männer von dieser Ketzerei angesteckt findet?

- ob sie die Zeugungskraft oder den Geschlechtsakt verhindern oder behexen können?

- Ob sie gewöhnlich durch ein Trugbild die männlichen Glieder entfernen, als ob sie aus den Körpern gerissen sein...?

- Ob sie Menschen in Tiergestalten verwandeln können?

- über die hexenden Hebammen, die die Leibesfrucht in der Gebärmutter und ausserhalb auf verschiende Arten vernichten.

- Wie über eine , die von einer anderen eingeäscherten Hexe beschuldigt wurde, aber nicht geständig ist, zu fällen ist..

Wer mehr dazu wissen will: ISBN: 3-423-30780-3

Interessant dazu ist aber auch der Cautio Criminalis (rechtliche Bedenken wegen der Hexenprozesse) ISBN: 3-423-30782-X

Gruss
M.
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