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taufen oder nicht taufen, das ist hier die frage
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scarabee
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:09    Titel: Antworten mit Zitat

Also, auf einer dieser Infoseiten steht, dass die Paten das Glaubensbekenntnis FÜR das Kind aufsagen.

Der weitere Punkt ist, dass sie sich verpflichten, dem Kind die christlichen Lehren nahezubringen. Wie soll ein heidnischer Pate sowas 'schwören'?
Da bricht einem doch die Zunge ab...
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Idan
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn das Kind mit 9 Jahren keine KOMMUNION macht, kann es auch nicht EX-KOMMUNIZIERT werden, weil es dann immer noch kein vollwertiges Mitglied der Kirche ist und auch nicht am heiligen Abendmahl teilnehmen kann.

Ich kann euch alle verstehen, dass ihr einen Hass auf die kirche habt, ich mag vor allem die katholische Kirche auch nicht, aber ihr dramatisiert völlig. Ihr tut so, als wäre eine Taufe eine Entscheidung, die das Kind für den Rest seines Lebens VERDAMMT. Hallo? Bleibt mal bitte alle auf dem Teppich und steigert euch nicht in euren Kirchenhass so rein. Das ist genau der Punkt, den ich in meinem ersten Post kritisiert habe, ihr missbraucht eure Kinder als heidnische Martyrer in eurem Kampf gegen die Kirche.

Ich bin auch getauft, ich bin auch konfirmiert, viele Hexen sind christlich getauft. Trotzdem haben sie sich irgendwann entschieden, einen anderen weg zu gehen. Warum sollte ein Kind das nicht tun können? Ihr tut so, als sei ein Kind nach der Taufe ein willenloser Christenzombie, der zu keiner Entscheidung mehr fähig wäre??

Und was das austreten angeht: Zumindest in NRW ist es so, dass man nur ins Register des Amtsgerichtes muss und sich dort austragen lässt, fertig. Das ist ein Akt von 2 Minuten.
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:18    Titel: Antworten mit Zitat

Hab ich irgendwo gesagt, daß ich "einen Hass auf die Kirche" habe? Meines Wissens nicht. Ist nämlich auch nicht so.
Und daß das Kind dann verdammt ist, sagte ich auch nicht.

Ich finde es nur einfach total dämlich, idiotisch und völligst indiskutabel, daß Eltern hergehen und das Kind taufen lassen und einem Gott und Glauben verschreiben, wenn es nicht mal die Spur einer Ahnung hat, was Glaube eigentlich ist.

Idan hat Folgendes geschrieben:
Zumindest in NRW ist es so, dass man nur ins Register des Amtsgerichtes muss und sich dort austragen lässt, fertig. Das ist ein Akt von 2 Minuten.


Jo. Dann frag mal den Papst, wie der das so sieht.....
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Idan
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:34    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich finde es nur einfach total dämlich, idiotisch und völligst indiskutabel, daß Eltern hergehen und das Kind taufen lassen und einem Gott und Glauben verschreiben, wenn es nicht mal die Spur einer Ahnung hat, was Glaube eigentlich ist.


Genau darum geht es ja! Ein Kind weiß sowas nicht und deswegen gibt es die Paten, die sich verpflichten, den Kindern den Glauben näherzubringen. Erst bei der Kommunion/Firmung bzw. Konfirmation bekennt der Mensch sich zu Gott und wird ein Mitglied der Gemeinschaft. Und dann ist immer noch Zeit, an dem das Kind sagen kann "ich will NICHT"!

Es kommt nicht darauf an, was man macht, sondern WIE man es macht.
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Svafa
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 18:44    Titel: Antworten mit Zitat

Und warum bitte zahlt man dann Kirchensteuer, selbst wenn man nicht zur Kommunion oder Konfirmation gegangen ist?

Weil man drin steckt. Dank der Taufe.
Ich kann zwar nicht viel zu den Protestanten sagen, aber zumindest in der katholischen Kirche ist man in der Sekunde, in der man getauft wird für den Rest seines Lebens eines "seiner" Schäfchen. Ganz egal, was man später sagt (die Frage, ob mich das interessiert, ist wieder eine ganz andere). Genau deswegen wurden ja früher nur Erwachsene getauft, die ganz genau wußten, was sie da taten.

Und mehr sag ich jetzt nicht mehr dazu. Ich fürchte, heute will man mich einfach nicht verstehen. Wahrscheinlich habe ich über Nacht meine Muttersprache gewechselt oder so.
Morgen klink ich mich gern nochmal in diese Diskussion ein. Vielleicht bringt es dann mehr.
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Kiara
Gast





BeitragVerfasst am: 21.03.2007, 23:30    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, ihr Lieben!

Bei uns sieht es so aus. Mein Mann ist getauft und konformiert, weil seine Eltern und Großeltern es so wollten. Ich bin getauft, weil dass Gesetz es als Voraussetzung einer Adoption vorgeschrieben hatte. Konformiert bin ich nicht - weil ich das Gelehrte abgelehnt habe. Das es nur eine richtige Religion gibt und alle anderen schlecht sind, konnte ich schon damals nicht mit meinem Glauben nicht vereinbaren. 2 mal konfor Unterricht und abgebrochen. Tränen in den Augen, weil meine Eltern mich nicht verstehen konnten (obwohl sie auch nicht gläubig waren). Ich würde mir so viel entgehen lassen. Was denn? Das Geld? Soll ich mich dafür verkaufen?

Mein Erstgeborenes habe ich taufen lassen. Der Druck von der Familie ist einfach zu groß gewesen und ich wohl zu schwach. Ich bereute es, und habe es bei den anderen beiden nicht gemacht. Allerdings ist es so, dass der mittelere (7) getauft werden möchte. Ich weiß nicht ob oder wann ich es zulasse oder nicht. ich möchte, dass er erst lernt, was Glauben ist. Ich werde es auf jeden Fall hinauszögern so gut ich kann. Ich bin älter und stärker geworden und bin mit meinen Kindern gewachsen.

Was hat mir mein "Glaubensbekenntnis" gebracht? Weil ich getauft bin und Kirchensteuer bezahle, darf ich als Erzieherin in private/kirchliche Einrichtungen arbeiten. Mehr eigentlich nicht.

LG

Kiara
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Leah de Re
Gast





BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 17:46    Titel: Antworten mit Zitat

ich danke euch für eure antworten. dieses wochenende werden wir uns zeit nehmen um nochmal in ruhe über dieses thema zu sprechen.

was dabei nun rauskommt werd ich euch selbstverständlich noch berichten.

nochmal ein dickes danke an JEDE stimme, die sich zu wort gemeldet hat. dieses thema ist uns wirklich wichtig. ich drück euch!

eure sam Smilie
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scarabee
Gast





BeitragVerfasst am: 23.03.2007, 21:00    Titel: Antworten mit Zitat

Ich denk' an euch Smilie
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Kiara
Gast





BeitragVerfasst am: 07.04.2007, 10:50    Titel: Antworten mit Zitat

Diesen Thread hole ich noch mal eben 'rauf. Ich habe mit meinem Mitteleren gesprochen. Er fragte noch mal wegen seiner Taufe. Der Große war auch dabei. Ich habe ihm noch mal gefragt warum es für ihm wichtig ist. Er wich wieder aus (möchte ich einfach). Den Großen fragte ich ob ihm seine Taufe was gebracht hat. Er verneinte. Auf jeden Fall war es eine Diskussion. Letztendlich meinte der Mittelere, es wäre ihm wichtig weil: "Der Lehrer hat mir gesagt, dass wenn ich nicht getauft bin, habe ich keinen Namen."

Ich bin aus allen Wolken gefallen. Was soll das? Ich habe ihm im Arm genommen und ihm erzählt, dass das Blödsinn sei. Viele Religionen haben keine Taufe so wie die Christen und trotzdem haben sie einen Namen.

Ich glaube, ich werde mir den Lehrer vorknüpfen.

LG
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Diana-Luna
Gast





BeitragVerfasst am: 10.04.2007, 17:11    Titel: Antworten mit Zitat

Ruby hat Folgendes geschrieben:
Letztendlich meinte der Mittelere, es wäre ihm wichtig weil: "Der Lehrer hat mir gesagt, dass wenn ich nicht getauft bin, habe ich keinen Namen."

Ich bin aus allen Wolken gefallen. Was soll das? Ich habe ihm im Arm genommen und ihm erzählt, dass das Blödsinn sei. Viele Religionen haben keine Taufe so wie die Christen und trotzdem haben sie einen Namen.

Ich glaube, ich werde mir den Lehrer vorknüpfen.

LG


Das würde ich auch.

Ich finde ob man die Kinder taufen läßt oder nicht, muß jeder selbst entscheiden. Es ist eine reine Glaubensfrage. Ich weiß nur, daß sich eine frühere Klassenkameradin "geschämt" hat, weil sie nicht getauft war. Wenn Kinder die Taufe wirklich wollen, sollten Eltern es nicht verbieten. Aber man sollte es nicht tun, nur weil andere das irgendwie fordern.
Meine Kinder sind getauft, aber in Punkto Glauben sehr undogmatisch aufgewachsen. Ich selbst glaube an einen höheren Gott/Göttin. Wenn man sich nun nicht vorstellen kann daß es einen Gott gibt, wie soll man dann seinen Kindern einen Glauben an ihn nahebringen?
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Wolfskatze
Gast





BeitragVerfasst am: 11.04.2007, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Meine Meinung ist, man sollte das Kind erst taufen, wenn es selber will. Also nicht als Baby, wenn es noch gar nicht weiß welchen Glauben es annehmen will und all die Geschichten. Wenn es eines Tages getauft werden will, okay, dann sollte man sich nicht entgegenstellen. Aber ich finde es falsch zu sagen, mein Kind MUSS einen bestimmten Glauben haben, weil die Familie den hat, weil das Dorf/die Stadt ihn hat und weil man sonst was weiß ich erlebt. Letztendlich muss das Kind mit dem Glauben leben und nicht die anderen. Darauf kommt es an, finde ich.
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Kiara
Gast





BeitragVerfasst am: 22.05.2007, 08:13    Titel: Antworten mit Zitat

Wolfskatze hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Meine Meinung ist, man sollte das Kind erst taufen, wenn es selber will. Also nicht als Baby, wenn es noch gar nicht weiß welchen Glauben es annehmen will und all die Geschichten.


Aber wann ist das. Ich finde mit 7 oder 9 oder 15 ist man vielleicht noch nicht so weit. Ich bin mir zwar nicht sicher, aber hat Jesus sich nicht auch erst in seinen Mittzwanzigern taufen lassen? Da weiß man einigermaßen was man will und wohin man gehen will.

Sohnemann habe ich erklärt, dass er mit seiner Taufe warten soll. Es könnte sein, dass er sich irgendwann für eine Religion wirklich interessiert, die nicht seine Taufreligion ist. Dann zu konvetieren wäre schwierig.

Sein Lehrer hat übrigens alles abgestritten.

LG

Ruby
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Mamo
Gast





BeitragVerfasst am: 22.05.2007, 13:49    Titel: Antworten mit Zitat

Huhu

Um noch mal einen anderen Aspekt einzuwerfen.

Wenn es allein der "Namensgebung" wegen ist, dann gibt es wunderschöne Namensgebungsfeiern, die man veranstalten kann und mit denen man das junge neue Leben begrüßt.

Ich persönlich hab was gegen christliche Taufe im Babyalter.
Selbst in der Bibel steht, dass erst der Glaube und dann die Taufe kommen soll und das sei wohl erst seit Konstantin dem xy. so, dass Babys christlich getauft und _im Glauben_ erzogen würden, weil er das Christentum als Staatsreligion eingeführt hätte. (meinte jedenfalls meine Theologie-Dozentin)

Allein aus dem Grund, MIT dem Kind und nicht FÜR das Kind irgendetwas zu entscheiden, würde ich meine Kinder nicht taufen lassen, es sei denn sie würden sich bewusst dafür entscheiden!

@Samhain
Habt ihr nun eigentlich miteinander gesprochen? Und wie sieht die Entscheidung aus?




Liebe Grüße
Mamo
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Leah de Re
Gast





BeitragVerfasst am: 14.06.2007, 17:00    Titel: Antworten mit Zitat

tja, wir haben uns bisher folgender maßen geeinigt. der kleine bekommt paten. scarabee hat er sich ja selbst ausgewählt, dazu kommt noch ein päärchen aus unserem freundeskreis. praktisch einen männlichen, einen weiblichen und einen spirituellen beistand. - einstweilen ohne taufe.

es wird wohl eine kleine feier für freunde und familie geben, ungezwungen und ohne großes brimboruim. doch das müssen wir noch näher planen.

wir danken euch dafür, dass ihr eure sicht dazu geschildert habt - egal ob pro oder kontra. es ist schön mit euch darüber reden bzw schreiben zu können.

sam Smilie
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scarabee
Gast





BeitragVerfasst am: 14.06.2007, 18:11    Titel: Antworten mit Zitat

Das klingt schön Smilie
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