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Göttin Hekate

 
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Feona Malea
Gast





BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 19:18    Titel: Göttin Hekate Antworten mit Zitat

Hekate - Göttin der Griechen und Römer



Das Wort Hekate stammt entweder vom griechischen hekaton = Hundert oder hekas=entfernt. Es kann jedoch aber auch vom phönizischen echatha - einzig abstammen.

Sie wurde angesehen als Göttin der Zauberkünste, der Nekromantie, der Geister und der Wegkreuzungen. Hekate war ebenfalls Göttin der Übergänge und die Wächterin der Tore zwischen den Welten - aus diesem Grunde wird sie auch öfters mit einem Schlüssel als Symbol dargestellt.

Hekate wurde in der Dichtung der Griechen sehr oft als Göttin dargestellt, die dunkel und furchteinflössend war. Die Menschen glaubten z.B. damals, dass es Hekate sei, die Tote aus ihren Gräbern holt und mit ihnen in wilder Jagd durch die Nacht irrt und so manchen späten Wanderer (zu Tode) erschreckt.

Hekate wurde zum Inbegriff von Verschwörungen und der dunklen Magie. Jedoch nicht bei jedem Menschen war sie so "verschrien". Nach archäologischen Funden wird diese Göttin lichtbringen, jugendlich und segnend dargestellt und so ist es eher wahrscheinlich, dass ihre Anhänger ein ganz anderes Bild von ihr hatten, als die Außenstehenden.

Für mich persönlich kann sie durchaus beide Seiten zeigen ... Hekate ist grausam, furchteinflößend ... aber sie ist ebenso liebevoll, segnend und lichtbringend.

Wandel kann für viele Menschen sehr furchteinflößend sein. Neue Wege zu beschreiten erfordert Mut - Mut die Angst zu besiegen, vor dem was man noch nicht sieht.
Der Tod ... ein Tor welches wir alle einmal durchschreiten werden - und voller Furcht blicken sehr viele Menschen auf die anscheinende Endgültigkeit, erzittern vor Angst und sehe nur die Dunkelheit.

Andere jedoch - die begreifen, dass Wandel auch Gutes bringt, das Loslösen von Altem oft schmerzhaft ist - jedoch voller Mut und Vertrauen es wagen die Pfade der Neuerung, des Wandels zu betreten ... denen leuchtet Sie mit Liebe, Vertrauen und Zuversicht den Weg.

So verwundert es mich nicht, dass Hekate auch andere Beinamen trug, die ihr Wesen beleuchten: Phosphoros (Lichtbringer),Propolos (Führer), Propylaia (Torhüterin), Enodia (die am Wege), Triformis (Dreifaltige), Trioditis bzw. Trivia (Dreiwege), Chtonia (von der Erde), Melana (die Schwarze), Skotia (die des dunklen Ortes), Soteira (Erlöserin), Kourotrophos (Pflegerin), Perseis (Licht), Kleidukos (Schlüsseltragende), Ourania (Himmlische), Atropaia (das Böse Fernhaltende).

Die Fackel wird als ihr Symbol angesehen und man findet dies bereits auf alten griechischen Vasen. Neben der Fackel werden Hekate noch folgende Symbole zugeordnet: Schlangen, Schlüssel, Schnur, Peitsche (Geißel), Dolch, Schale, Mondsichel, Granatapfel und andere Früchte.

Hekate wird ebenso oft mit Hunden dargestellt (gerne "schwarze) - aber auch mit anderen Tieren, wie z.B. Eulen, Eidechsen, Kröten, Iltisse u.a. wird sie in Verbindung gebracht.

Ihr Gewand wird zur Hälfte schwarz, zur Hälfte weiß dargestellt - höchstwahrscheinlich das Symbol für Licht und Dunkelheit (würde ich jetzt mal so interpretieren).

Ihre Verehrung soll wohl besonders Wegkreuzungen stattgefunden haben. Irgendwie sehe ich so kleine Steinaufhäufungen mit Opfergaben gerade vor mir ...
Anscheinend wurden ihr bevorzugt Hunde und schwarze Lämmer geopfert (Ziegen könnten wohl auch drunter gewesen sein).

Der Baum, der ihr heilig sein soll ist die Sal-Weide.


Hekate - Copyright 2009 Feona Malea



Zuletzt bearbeitet von Feona Malea am 27.10.2009, 23:32, insgesamt einmal bearbeitet
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Victoria
Gast





BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 19:34    Titel: Antworten mit Zitat

Sie hat etwas Ähnlichkeit mit Kali, nicht?
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Ashandra
Gast





BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 19:39    Titel: Antworten mit Zitat

Vielen Dank Feona für diesen tollen Beitrag!

Mir ist gerade so einiges wie Schuppen von den Augen gefallen beim Lesen.
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 21:02    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für Feona für diesen sehr schönen beitrag, der sich am antiken "Original"-Bild der Hekate orientiert. Ich finde, in deinem Beitrag sieht man sehr schön, wie stark sich die Hekate der alten Griechen unterscheidet von der Hekate, die in moderner Hexenliteratur publiziert und propagiert wird.
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Chihiro
Gast





BeitragVerfasst am: 25.10.2009, 22:06    Titel: Antworten mit Zitat

Hekate war für die Griechen auch die Göttin, die den Menschen die Magie geschenkt hat. Ihre dunke Seite wurde erst später sehr geprägt, von den gegenern des Hekatecults.
Sie wurde eher von Frauen privat und vom einfachen volk verehrt und daher eher weniger im staatlichen kult.
Sie wird oft als dreigesichtige göttin dargestellt, die verschiedene aspekte verkörpert. das allerdings wahrscheinlich erst seit etwa 500 v. Chr., davor war sie noch eingestaltig.

3-fache-Hekate:
Hekate hat mit der Fakel denen geleuchtet, die den Weg verloren haben heißt es. Ihnen an Kreuzungen (im spirituellen und übertragendem sinne).
Sie war eine Göttin der metamorphosen, hat leben genommen und gegeben, und hat gestraft, wenn die Menschen nicht an sich arbeiten, faul und müßiggängig sind.
Die schlangen, auch ein symbol hekates, stehen für veränderung und erneuerung, eben auch für leben und tod. zusammen mit dem kelche, dessen flüssigkeit heilen und töten kann.
Der dritte aspekt ist die Göttin der Zwischenwelt, die man wie bereits gesagt, an Wegkreuzungen verehrt wurde, so wie an anderen Orten die für übergänge stehen. Ihre symbole sind der schlüssel, die schnur und der dolch. Die griechen hatten bildnisse von ihr an und über türschwellen, damit sie das haus beschützt.

Ebenso war sie wohl auch herrscherin über das meer, den himmel und die erde.

soweit mein beitrag Smilie

Chihiro
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Frauke
Gast





BeitragVerfasst am: 27.10.2009, 20:17    Titel: Re: Göttin Hekate Antworten mit Zitat

Feona Malea hat Folgendes geschrieben:
Der Baum, der ihr heilig sein soll ist die Sal-Weide.

Das finde ich natürlich besonders interessant..aber es passt ja auch gut.
Die Weide steht ja oft an der Grenze zum Wasser und ist somit auch eine Hüterin der Übergänge zwischen Erde und Wasser..zwischen dem Festen/ Materiellen und dem Fließenden/ Veränderlichen / nicht Fassbaren..
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Éori
Gast





BeitragVerfasst am: 27.10.2009, 21:45    Titel: Re: Göttin Hekate Antworten mit Zitat

weidenfrau hat Folgendes geschrieben:

Die Weide steht ja oft an der Grenze zum Wasser und ist somit auch eine Hüterin der Übergänge zwischen Erde und Wasser.


Bei der Sal-Weide muss man von dieser Auslegung allerdings Abstand nehmen, sie ist nämlich ein Baum, der typische Weidenstandorte wie Auen oder Uferbereiche möglichst meidet und eher an Wegrändern und auf Wiesen zu finden ist. Smilie Die Verbindung zwischen Hekate und der Sal-Weide lässt sich vielleicht einerseits damit erklären, dass alle Weiden seit jeher als Wohnplätze von Geistern und Feen gelten, hohle Weiden auch als Weg in die Unterwelt, vielleicht auch mit dem ungewöhnlichen Kätzchenbesatz, oder aber auch damit, dass gerade die Sal-Weide gerne von Ziegen gefressen wird, die für das Laub wenn möglich sogar auf den Baum klettern. Darauf verweist der lateinische Name des Baumes salix caprea (zu deutsch quasi "Ziegenweide").

An dieser Stelle ist vielleicht noch interessant zu erwähnen, dass auch die germanische Totengöttin Hel, die viele Wesensaspekte mit Hekate teilt, als halb schwarz und halb weiß beschrieben wird. Vielleicht lassen sich hier gemeinsame Ursprünge in einer archaischen Unterweltsgöttin erkennen. Nur so nebenbei zum Weiterspinnen. Sehr glücklich

Danke jedenfalls für das wunderschöne Portrait, ist auch schon verlinkt. Smilie
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Delian
Gast





BeitragVerfasst am: 28.10.2009, 06:43    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht hat es auch damit zu tun, dass es eine Pionierpflanze ist und sie manchmal als erste und einzige Baumart auf gerodeten und öden Flächen wächst? Wenn ich mir eine Geröllfläche vorstelle, auf der nichts wachsen, aber die Salweide prächtig gedeiht, ist das sicher beeindruckend anzusehen.
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Frauke
Gast





BeitragVerfasst am: 28.10.2009, 06:56    Titel: Re: Göttin Hekate Antworten mit Zitat

[quote="Bendise"]
weidenfrau hat Folgendes geschrieben:

Die Weide steht ja oft an der Grenze zum Wasser und ist somit auch eine Hüterin der Übergänge zwischen Erde und Wasser.


Bei der Sal-Weide muss man von dieser Auslegung allerdings Abstand nehmen, sie ist nämlich ein Baum, der typische Weidenstandorte wie Auen oder Uferbereiche möglichst meidet und eher an Wegrändern und auf Wiesen zu finden ist. Smilie quote]
Ah, ja- da habe ich die Weidenarten verwechselt. Danke!
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Feona Malea
Gast





BeitragVerfasst am: 08.03.2014, 14:45    Titel: Antworten mit Zitat


Hekate - Hüterin des Mondes


Hekate - Hüterin der Weisheit




Hekate - Göttin des Übergangs


Hekate - Die Weise
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