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Schlagen ist anscheinend für viele okay

 
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Laermorien
Gast





BeitragVerfasst am: 10.10.2013, 16:05    Titel: Schlagen ist anscheinend für viele okay Antworten mit Zitat

Ich bin heute etwas erschüttert, fassungslos und vor allem sprachlos.

Aber bevor ich noch mal tippe, kopier ich mal der Einfachheit halber meinen Blogpost.
Zitat:
Schläge als Erziehungsmethode sind okay!

Vorweg: Nein, ich befürworte das nicht! Aber die Überschrift soll zum aufhorchen und lesen bewegen.

Anlass für den heutigen Post - und der liegt mir wirklich sehr am Herzen - ist ein Foto, dass meine Freundin heute auf Facebook geteilt hat.

Nämlich dieses hier:



Also wenn mehr Eltern ihre Kinder auch mal prügeln und den Hintern verhauen, dann gibt's weniger von.. ja was sind das eigentlich? Assis? Möchtegern-Rapper?
Egal, es werden also mehr Schläge gefordert und gleichzeitig impliziert, dass aus Kindern die keine Schläge kriegen so was wird wie die drei Typen es darstellen. Und das finden viele gut.
Das macht mich fassungslos.

Interessant ist aber eigentlich das, was passierte als ich meine Empörung über das Bild bzw. die teilweise unfassbaren Aussagen bei Twitter und Facebook äußerte. Nämlich nichts. Bis auf einen Twitterkommentar und ein "Gefällt mir".
HALLOOOOO? WO UND IN WELCHEN ZEITALTER LEBEN WIR HIER DENN?
Anscheinend ist "Schlagen als Erziehungmaßnahme" immer noch ein Tabu-Thema bei dem die meisten Eltern "dicht machen", wegschauen oder weghören. Da wird lieber überlesen als sich dazu zu äußern. Man will ja auch keinem auf die Füße treten, ja keinen Stress machen.

Einen guten Test zu dem Thema gab es (ich glaube dieses Jahr) ja auch bei Stern TV. Da wurde ein Mädchen von seiner Mutter in einen Wohnwagen gezerrt und geschlagen und angebrüllt. Die meisten Leute guckten peinlich berührt weg und gingen schnell weiter - Erziehung ist ja Privatsache.
Nur bei dem Säugling, der von seinem Vater angemault und geschüttelt wurde, nahmen sich manche(!) Passanten ein Herz und griffen ein.
Das arme Baby kann sich ja nicht wehren.
Ach was. Und Kinder können das? Kinder wehren sich sicher nicht gegen die einzigen Menschen die sie auf der Welt wirklich haben. Die sie füttern, pflegen, lieb haben... Kein Kind wird freiwillig zu seinem Lehrer oder zu seiner Kindergärtnerin sagen "Mama / Papa ist böse und haut mich wenn ich was falsch mache" - weil es meistens gar nicht weiß, dass sich das nicht gehört! Weil eben genau jene Menschen, die ihm beibringen sollten was richtig und was falsch ist, ihm zeigen das Schlagen okay ist. Gehört eben dazu.
Oder etwa nicht?

NEIN!
Ich habe das Gefühl das viele, die Schlagen befürworten alles andere als so genannte Antiautoritäre Erziehung mit Bienchen, Blümchen und Tralala sehen und gleichsetzen, es gibt da keinerlei Konsequenzen. Die Kinder dürfen machen was sie wollen.

Dem ist aber nicht so! Schläge sind doch nicht der einzige Weg seine Autorität zu beweisen! Schlägt euer Chef euch denn auch oder was?
Seine Autorität kann man anders zeigen und durchsetzen als durch Schlagen!  Das Zauberwort lautet Konsequenzen! Eine konsequente Erziehung ist das A und O.
Grenzen setzen ist wichtig. Klare Grenzen müssen schon früh abgesteckt werden und auch von beiden Seiten eingehalten werden und vor allem müssen sie für die Kinder auch logisch nachvollziehbar sein! Eine Überschreitung dieser Grenzen wird mit Konsequenzen bestraft. Und das sind bestimmt keine Schläge.

Einem Teenager zwei Wochen das Handy oder den Computer weg zu nehmen, den Sport zu verbieten oder was er sonst gerne tut - oder das Kleinkind mal kurzzeitig mit Lieblingsspielzeugentzug zu bestrafen zieht sicher mehr als einmal Popo voll, eine Backpfeife oder in dem man es anbrüllt was für ein erbärmliches Subjekt es doch sei.
Ganz zu schweigen davon, dass das Kleinkind gar nicht nachvollziehen kann wieso es jetzt den Popo voll bekommen hat - da es völlig aus dem Zusammenhang geschieht bzw. immer wenn egal was falsch gemacht wurde.
Hingegen kann das Kind nach kurzem genau nachvollziehen, dass es falsch ist das Essen herumzuwerfen, wenn man danach sofort das Essen beendet. Oder dass Spielzeug gegen die Möbel hämmern falsch ist, wenn es das Spielzeug dann abgenommen bekommt.
Oder das beißen falsch ist, wenn man einfach aufsteht und 5 Minuten was anderes macht und es so lange ignoriert. Nur mal ein paar Beispiele.

Aber es ist auch deutlich anstrengender. Und da liegt wohl der Knackpunkt. Es ist halt einfacher dem Kind den "Arsch voll" zu geben, als sich danach das gequengel und gejammer wegen der Konsequenzen anzutun. Und das finde ich traurig. Kindererziehung ist halt eine große Aufgabe. Das sollte schon klar sein wenn man das Kind gezeugt hat.
Und klar wird einem das manchmal zu viel!
Auch ich habe ab und zu keine Nerven mehr hat dafür, weil ich ausgelaugt oder hundemüde bin oder schon den ganzen Tag an den Nerven gezerrt wird. Das geht allen Eltern mal so. Den einen öfter, den anderen weniger.
Aber das versteht doch das Kind nicht?!
Beziehungsweise ab einem gewissen Alter verstehen sie das sehr wohl und dann kann man sagen "Das ist mir jetzt echt zu viel! Ich geh mal kurz raus, bitte lass mich alleine!" und geht dann an die frische Luft.
Und selbst bei meinem 2,5 jährigen kann ich kurz ins Schlafzimmer gehen und ins Kissen brüllen oder meine Wut oder Genervtheit in der Hausarbeit auslassen.

Mir hat das mit der großen Lebensaufgabe übrigens Angst gemacht. Ich habe mir so sehr ein Kind gewünscht. Und als der Test dann positiv war, da war mir auch ganz flau im Magen. Denn ab da hat man nicht nur Verantwortung für sich selbst. Sondern auch für dieses kleine Wesen das zu einem aufsieht. Und das ist schon so *uff*.

Ich hinterfrage meine Erziehung oft, vor allem wenn ich streng sein muss und/oder so sehr geschimpft habe, dass er danach weinend in sein Bettchen rennt. Ich mache nicht alles gut oder toll. Genaugenommen ist es einer der Punkte an denen ich auf meinem Weg zum "Ich" mehr arbeiten will. Eine bessere Mutter zu sein.
Genau wie Kinder lernen, müssen auch die Eltern lernen. Man wird nicht von Heute auf Morgen ein guter Vater oder eine gute Mutter. Wir machen alle Fehler. Das Problem ist nur, dass man sie auch reflektieren und akzeptieren muss, anstatt sie weit weg zu schieben und zu ignorieren. Und da kommt wieder der böse Schweinehund und das Gewissen ins Spiel.


Schlagen zerstört vieles
Schläge zerstören die Beziehung zu den Eltern, das Urvertrauen in die Menschen zu denen man eigentlich immer kommen können sollte, egal was einen belastet oder was man für ne Scheiße gebaut hat, ohne Angst vor körperlichen Konsequenzen.

Eine Schulkameradin hat früher mal bitterlich geheult und wollte nicht nach Hause. Weil sie eine Note 3 (!) geschrieben hatte. "Das gibt Schläge, wenn der Papa das sieht. Schlechter als 2 darf ich nicht" - das nur mal als Beispiel.
Ich konnte zu meiner Mutter mit jeder Note kommen. Sicher, alles was schlechter als 3 war, war nicht zum Jubeln... aber definitiv keine Schläge wert!

Aber mein Vater, der hat geschlagen.
Es ist erniedrigend wenn man übers Knie gelegt wird und einem der Hintern versohlt wird. Man fühlt sich wehr- und machtlos und unbeschreiblich beschämt, bedrückt und schutzlos!

Mit 16 wurde ein mittelschwerer Bandscheibenvorfall bei mir diagnostiziert. Meine bisherige Lebensplanung war damit passé, ich konnte nicht mal mehr zur Schule gehen, weil ich es nicht schaffte 6 Stunden zu sitzen.
Als mein Vater das hörte, war er sehr aufgebracht und beschimpfte mich. Ich weiß nicht mehr was er mich fragte, aber es hatte mit meiner Zukunft zu tun. Ich hatte sowieso schon Depressionen weil ich mit 16 so komplett aus der Bahn geworfen wurde und ich hatte daher einfach keine Antwort für ihn. Das hat ihn so erzürnt, dass er mich am Oberarm packte, mich hochriss, mich wütend anschrie und schon mit der Hand zum Schlag ausholte.
In dem Moment habe ich mir vor Angst in die Hose gemacht. Das war einer der erniedrigsten Momente in meinem ganzen bisherigen Leben. Und schon das Schreiben fällt mir schwer und ich bin mir durchaus bewusst dass ich hier eine Angriffsfläche biete Traurig Aber ich will damit bewusst eine konkrete, reale Situation beschreiben und aufzeigen dass schlagen nicht okay ist!


Jedes Kind in Deutschland hat seit 2000 ein gesetzliches Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.
§ 1631 BGB Abs. 2
„Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig."

Und gegen alle die meinen das träfe auf den "Arsch voll" nicht zu: Schläge auf den Hintern <strong>sind sehr&nbsp;wohl</strong>&nbsp;eine Bestrafung, Gewalt und hinterlassen auch seelische Verletzungen!

Kinder die Gewalt erfahren haben, schlagen oft später selber oder kommen schwerer bis gar nicht aus einer Gewaltbelasteten Beziehung heraus, wenn sie in eine geraten!



Schläge sollten niemals im Leben eine legitime Erziehungsmethode sein. FÜR NIEMANDEN!

Es gibt auch kein Argument dass Schläge entschuldigen oder befürworten&nbsp;würde! Egal in welcher Form! Seien es Schläge auf den Popo, auf den Hinterkopf oder eine Ohrfeige.

Mal ehrlich, was wollt ihr denn damit euren Kindern beibringen?

Vor allem glaube ich, dass ihr damit zwar Respekt vor euch selber eintrichtert, aber nicht vor andern. Ich kannte/kenne da genug die zuhause die reinsten Engel waren (aus Angst vor Schlägen) und dann anderswo erst richtig aufgedreht haben - eben weil sie da keine Konsequenzen fürchten mussten! Oder würde euch das gefallen wenn andere Leute eure Kinder auch mal schlagen?

Erziehung ist nicht immer Privatsache
Jeder mag seine Erziehungsmethode haben und das ist auch gut, aber es gibt Dinge die eben gar nicht gehen. Und dazu gehört ganz besonders das Schlagen!

Wir sollten nicht peinlich berührt wegschauen oder das Thema totschweigen! Kinder sind Schutzbefohlene und um die sollten wir uns alle kümmern! Es geht uns alle an. Wir leben im Jahr 2013 und schimpfen uns aufgeklärt und modern - aber schauen dann bei so was weg und findens vielleicht auch noch okay? Das kann doch echt nicht sein!

Habt doch ab und zu mal den Arsch in der Hose und zeigt Zivilcourage. Auch wenn es&nbsp;Überwindung kostet oder unangenehm ist!

Es ging ein #Aufschrei durchs Netz für sexuelle Belästigung und Diskriminierung von Frauen.
Was ist mit den Kindern die wir schützen sollen und auf Schutz angewiesen sind? Haben sie nicht sogar noch mehr einen Aufschrei verdient?
Es gibt andere Wege Kinder zu erziehen als durch Schläge!
( http://sommertraumland.blogspot.de/2013/10/schlage-als-erziehungsmethode-sind-okay.html )


Es ist unfassbar wie viele bei Facebook zu diesem Bild positiv kommentiert haben.
Das sie das gut finden, das vielen Kindern die keine Schläge kriegen sich ja schlecht benehmen würden und denen ein "Arsch voll" mal ganz gut täte.
Viele kommentieren "Hat uns nicht geschadet" oder "Schon seit Jahrhunderten bewährt!"

Denk da nur ich "WTF??? Wo leb ich hier eigentlich?" ?
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Arianith
Gast





BeitragVerfasst am: 10.10.2013, 17:22    Titel: Antworten mit Zitat

Die Sache ist, dass du persönlich etwas erfahren hast, worüber sich andere lustig machen. Schläge befürworten, wenn es um eine kulturelle Gruppe geht, die viele nicht mögen, ist für diese Leute als Witz gemeint. Die können sich drüber lustig machen, weil sie eben selbst nie erfahren haben, wie sowas ist.

Ich kann deine Einstellung völlig nachvollziehen, aber nur, weil ich weiß, was dir passiert ist, dank deiner Offenheit.

Hätte ich das nicht gewusst, hätte ich mich gefragt: "Wieso regt er sich so auf? Ist doch nur Spaß"

Wenn mein Freund frech wird, sage ich auch manchmal aus Spaß zu seiner Mutter: "Du hast ihn scheinbar zu wenig geschlagen". Ich kann mich da problemlos "drüber lustig machen", weil ich in einer behüteten Atmosphäre aufgewachsen bin. Wäre mein Freund oder ich aber früher geschlagen worden, würde ich das genau so sehen wie du.

Von daher: Da hast natürlich absolut recht, darfst solche Möchte-Gern-Witze aber nicht zu ernst nehmen, auch wenn sie dich persönlich berühren.
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Laermorien
Gast





BeitragVerfasst am: 11.10.2013, 07:40    Titel: Antworten mit Zitat

Öhm, und wenn ich nicht über meine persönlichen Erlebnisse gesprochen hätte, dann würde man über mich den Kopf schütteln und das ganze als "Viel Lärm um nichts" abtun?
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Taria
Gast





BeitragVerfasst am: 11.10.2013, 09:54    Titel: Antworten mit Zitat

Das würde ich so nicht sagen.
Ich konnte eigentlich schon über das Bild abnlehnend den Kopf schütteln, bevor ich mir deinen Text durchgelesen habe.

In vielen Dingen stimme ich dir aber auch wirklich zu. Mein Großvater hatte mir auch manchmal eine Ohrfeige verpasst, wenn ich nicht so wollte wie er und sobald ich weinte, drohte er mir mit noch einer, wenn ich das meinen Eltern sagen würde. Ich war meistens froh, wenn die Ferien ein Ende nahmen und wir wieder nach Hause (320km entfernt) fuhren. Ich mochte meine Großeltern eigentlich, aber nach all den Jahren führte es dazu, dass nicht nur die räumliche Distanz so groß war. Ich sehe sie vielleicht noch ein Mal im Jahr, wenn überhaupt.
Manchmal denke ich zurück, um mich irgendwie in seine Lage zu versetzen und zu verstehen. Ich möchte ihm auch verzeihen können. Andererseits leben wir inzwischen so entfremdet, dass es mir langsam auch egal schein, ob wir überhaupt miteinander verwandt sind
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Laermorien
Gast





BeitragVerfasst am: 12.10.2013, 14:31    Titel: Antworten mit Zitat

Sich über Schläge lustig zu machen weil man selber so was nie erlebt hat, ist in etwa so als würde ich mich über Vergewaltigungen lustig machen, weil ichs noch nie erlebt hab.

Übrigens sind Schläge und Vergewaltigung gar nicht so verschieden.
Beides hinterlässt meistens keine sichtbaren Narben. Nur die auf der Seele und dem späteren Sozialverhalten.
Bei beidem fühlt man sich gedemütigt, erniedrigt, machtlos..
Das eine ist nur intimer und grenzeneinreißender als das andere. Das macht die Schläge aber nicht weniger schlimm und schon gar nicht gesellschaftlich akzeptabler als das andere.

Das Bild mag vielleicht nicht ganz ernst gemeint sein, aber es wurde aber von jemandem gepostet der das ernst meint und wurde von 175 000 Menschen geliked und fast 50 000 mal geteilt. Ganz abgesehen von inzwischen über 7000 Kommentaren in denen sich so manch einer positiv über Schläge und/oder abfällig über andere Erziehungsmethoden äußert. Und das sind Zahlen die einen schon nachdenklich stimmen.
Vor allem wenn man sich mal Artikel aus dem letzten Jahr anschaut, wo steht dass 40% der Eltern ihre Kinder noch schlagen. Viele aus Überforderung, einige aber auch immer noch aus voller Überzeugung. Beides ist nicht gut. und ohne schlechtes Gewissen. Wenn ichs noch richtig weiß, haben 75% hinterher ein schlechtes Gewissen. Das mag viel sein, aber das sagt auch dass 25% - also ein viertel aller die geschlagen haben, danach kein schlechtes Gewissen haben.

Stimmt nur mich das nachdenklich? Macht nur mich das traurig?



@Taria:
Ich kann das gut nachvollziehen.
Ich sehe meinen Vater kaum noch und mir ist es egal. Ich war ihm emotional noch nie sonderlich nahe und ich bin jetzt noch viel weiter weg, besonders seit ich räumlich so weit weg bin.
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Arianith
Gast





BeitragVerfasst am: 12.10.2013, 18:10    Titel: Antworten mit Zitat

Natürlich macht nicht nur dich das nachdenklich, ich bin auch absolut gegen Schläge und jeder Mensch, der sein Kind auch nur "Aus Versehen" geschlagen hat, ist für mich unten durch.

Ich wollte dir damit nur sagen, dass Leute, die sich darüber lustig machen, nicht genug darüber nachdenken. Es gibt noch genug Hitler- und Judenwitze, über die sich köstlich amüsiert wird. Ich werde bei SOWAS extrem fuchsig, du eben bei Witzen über Kinder schlagen.

Die meisten werden wahrscheinlich folgenderweise denken: "Ich habe das nie erlebt, also warum sollte ich darüber nachdenken?"

Teilweise kann ich das verstehen. Man kann nicht über alles immer nachdenken und man kann auch nicht alles immer ernst nehmen, wobei es da für jeden Menschen Ausnahmen gibt.

Ich muss beispielsweise über den Witz lachen, bei dem es um einen pinken, behinderten Vogel geht, der Flamongo heißt. Das ist fies und für viele bestimmt nciht lustig, aber ich lache nicht darüber, weil mir Behinderung scheiß egal ist, weißt du, was ich meine? Nur, weil sich Menschen über etwas lustig machen, oder über etwas zu lachen versuchen, bedeutet das nicht, dass sich diese Menschen keine Gedanken machen oder dass es ihnen wirklich völlig egal ist.

Aber bezugnehmend auf das Bild, was du gepostet hast: Viele kulturelle Gruppen "hassen" andere Gruppen so vorurteilsvoll, dass die sich gar keine Gedanken darum machen, was andere davon halten können. Aber sowas wird es leider immer und überall geben. Oder in manchen Situationen vielleicht auch zum Glück - es kann sich schließlich nicht immer jeder einig sein.

Denk bloß nicht, ich wäre mit Kinderschlagen einverstanden, absolut nicht. Ich denk nur nicht so viel darüber nach, wie du, weil es mir 1. nicht passiert ist, 2. meinen Kindern definitiv auch niemals passieren wird und 3. weil es nichts ist, was mit meinem Leben zu tun hat, sodass ich drüber nachdenken muss. Das heißt aber auch definitiv nicht, dass mir die Schicksale anderer egal sind.

Ich persönlich kann solche Bilder, wie du es gepostet hast, unbelastet ignorieren. Du aufgrund deiner Erfahrung natürlich nicht.
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