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Das Christentum als Magie

 
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Arianith
Gast





BeitragVerfasst am: 24.01.2013, 21:53    Titel: Das Christentum als Magie Antworten mit Zitat

Hallöchen =)

Ich finde, es wir mal wieder Zeit für eine spannende Diskussion.

Was mir immer öfter auffällt, wenn ich jemanden erkläre, an was ich glaube, ist, dass ich diesen Glauben und die Praxis eigentlich vollständig mit dem Christentum vergleichen kann.

Nehmen wir beispielsweise beten. Die Menschen bitten um Kraft und Unterstützung (oder Lottogewinne) und fühlen sich dadurch unterstützt - das ist doch nichts anderes als ein Zauberspruch, nur weniger ausgebaut. Da stellt sich mir die Frage: Wie können Menschen, die beten und daran glauben, UNSEREN Glauben in frage stellen? Weil es die "falsche Person" ist, zu der man betet? Wenn es nur einen Gott gibt, würde der doch alle hören, egal ob sie ihn nun Hans oder Odin nennen.

So viele Rituale und natürlich auch Feste (weil gemopst) sind den heidnischen und paganistischen so ähnlich, dass es beinahe Blasphemie ist, wenn Christen diese Glaubensrichtung ablehnen.

Oder ist es einfach nur Engstirnigkeit? Natürlich gibt es viele, die andere Glaubensrichtungen akzeptieren =) da sag ich auch gar nichts gegen... Ich frag mich einfach nur, wie man eine Allgemeingültigkeit in seinen Glauben stecken kann, wenn andere, ältere Glaubenswege doch so unglaublich gleich dem Christentum sind.

Dass das Christentum meiner Meinung nach ein Medley aus vorigen Religionen ist, bleibt dahingestellt...


Was sagt ihr also dazu?
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 09:20    Titel: Antworten mit Zitat

Da reagieren aber durchaus nicht alle Christen gleich.

Ich denke, diese Abwehr ist eine Mischung aus unterschwelliger Angst vor Sektentum oder im Exremfall Satanismus und einfacher Unkenntnis gepaart mit dem (selbstgestrickten) zweifelhaften Ruf, den viele spirituelle Themen dank Esoterik-Overkills haben.

Auch das kannst Du vergleichen: Die meisten von uns haben auch so eine Abwehrhaltung z.B. dem Islam gegenüber. Wenn das, was man als breite Masse zu hören bekommt, durchwegs negativ oder bestenfalls lächerlich ist, wird man den Kern des Ganzen schon gar nicht mehr kennenlernen wollen.

Außerdem wird man, sobald man Worte wie "Zauberspruch" benutzt, automatisch in die wenig ernst zu nehmende Harry-Potter-Ecke gestellt. Also hilft es vielleicht eher, klug zu formulieren und zu sagen, ich habe ein Gebet geschrieben und zünde dazu eine Kerze an. Denn wir tun ja nichts anderes - ich habe mit Begriffen wie "Zauberspruch" ohnehin selbst auch Probleme, denn das klingt immer so, als müsse man irgendwelche besonderen Fähigkeiten haben, die einen von Muggeln abheben.

Zu den gemopsten Ritualen und Festen sage ich jetzt mal nichts, weil ich los muß, aber das ist viel differenzierter zu betrachten, meiner Meinung nach.
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Artemis Chenoa
Gast





BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 12:18    Titel: Antworten mit Zitat

Es mag Christen geben, die es akzeptieren, das andere einen anderen Glauben haben. Wenn ich über das Handeln der Christen, Moslems und der - ich nenne sie mal Paganisten - die ich kenne nachdenke, sehe ich ebenfalls viele Parallelen ... leider gibt es aber auch in allen Glaubensrichtungen extreme Anschauungen.

Vor einiger Zeit entdeckte ich beim Surfen im Netz folgenden Artikel, den ich Euch einfach mal ohne weiteren Kommentar zum Lesen anbieten möchte ... möge sich jeder seine eigene Meinung darüber bilden:

http://br-thomas-apostolat.de/Br-Thomas-Info/Age.PDF
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 25.01.2013, 23:59    Titel: Antworten mit Zitat

Ja… mal wieder ein mäßig gut geschriebener, leicht überalterter Artikel aus der Hand eines Christen, der alles nichtchristlich-spirituelle in einen Topf mit Satanismus und dergleichen wirft und glaubt, die alleinige Wahrheit gefunden zu haben. Langsam frage ich mich ehrlich, warum wir dauernd mit sowas wedeln müssen. Ich finde das ungemein ermüdend. Können wir nicht endlich mal nach Gemeinsamkeiten suchen?

Ich z.B. bin religionslos erzogen worden. Ich habe mich mit 14 taufen lassen und bin nach wie vor christlich. Ich habe darüber hinaus mehrere Gottheiten, Engel und andere nicht ganz alltägliche Wesen näher kennenlernen und viele andere unerwartete Erfahrungen machen dürfen. Ich glaube an Reinkarnation, bzw. ich weiß davon. Die Dinge, nach denen ich lebe, finden sich in allen Religionen wieder.

Oder, um es mit den Worten eines mir befreundeten Pfarrers zu sagen: Meine Religion ist groß genug, daß auch das Christentum darin Platz hat.

Bei uns gibt es genau solche Trottel (entschuldigt schon) wie diesen Artikelschreiber, Leute, die glauben, die alleinige Wahrheit gefunden zu haben und nun intellektuell, erkenntnisstandmäßig oder sonstwie weit über dem Rest der Welt zu stehen. Himmel - es gibt Leute, die Erdungssocken erfunden haben!

Meiner Erfahrung nach ist die Wahrheit als solche nicht zu finden. Sie ist extrem freiheitsliebend und in Teilen überall. Und wer sie hat, wird friedlich und geifert nicht herum. Meine Meinung.

Daher schlage ich vor, daß wir das hier nicht zu einem weiteren Pöhse-dumme-Christen-Blabla verkommen lassen, sondern uns vielleicht einfach mal den Threadtitel als Diskussionsgrundlage nehmen.

"Christentum als Magie"? Wäre das nicht spannend? Wo gibt es da Überschneidungen? Wo wurde in biblischen Zeiten Magie gewirkt? Was gibt es im Christentum, das wir auch benutzen, weil es uns einfach gefällt?
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Fjoelnir
Gast





BeitragVerfasst am: 26.01.2013, 20:58    Titel: Antworten mit Zitat

Vorab noch etwas zu dem von euch vorher Gesagten:

Viele Christen dürften auch etwas gegen Magie und Heidentum allgemein haben, weil es ihnen so immer wieder mal von den Amtsträgern der Kirchen (Priester, Pfarrer etc.) verkündigt wird. Magie und Heidentum wird immer noch allzuoft aus Unkenntnis in den Bereich Satanismus gerückt.

Magie im Christentum?
- die Taufe könnte man durchaus als Reinigungs- und Weiheritual ansehen
- Eucharistie bzw. Kommunion - ist dies nicht Verwandlung von Materie, vielleicht sogar eine Art Zauber zur Gestaltwandlung?
- durch die Krankensalbung soll der Kranke letztlich ja genesen. Also Heilungsmagie
- ganz zu schweigen vom immer noch praktzierten Exorzismus.
Die Liste ließe sich bestimmt noch viel weiter führen.
Fjoelnir
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Athena
Gast





BeitragVerfasst am: 27.01.2013, 16:40    Titel: Antworten mit Zitat

Okay, um mich dann mal an meine liebe Amitiel zu halten, spare ich mir an dieser Stelle endloses Bla-Bla darüber wie der eine den anderen sieht und anders herum und wie das kommt. Hatten wir auch glaub ich wirklich schon oft genug.

Dennoch kann ich hier nur meine Meinung wiederholen: Da, in meinen Augen, sämtliche Religionen und Glaubenssysteme (wie auch immer geartet) lediglich verschiedene Begriffe für ein und dasselbe, oder doch sehr ähnliche Hintergründe verwenden, läuft doch ohnehin so gut wie alles auf denselben Kern hinaus. Alles andere ist Intoleranz, kulturelle und familiäre Erziehungssache, Machtgehabe. Schubladendenken ausschalten, dann lassen sich die Religionen, Wissenschaften und Heiden dieser Welt wunderbar unter einen Hut bringen. Denn natürlich ist das Gebet nichts anderes als ein Zauberspruch. Dem einen Menschen gefällt dieses Wort besser, dem anderen jenes. Die Art, wie ernst man jeweiliges nimmt, entscheidet doch über Erfolg oder Misserfolg bzw. den weiteren Verlauf, soweit man Einfluß nehmen kann. Oder etwa nicht?
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 28.01.2013, 13:47    Titel: Antworten mit Zitat

Ohne jetzt den verlinkten Artikel gelesen zu haben; das will ich mir gar nicht antun - hier kommt die große "Überraschung": ich bin ein Christ. Ein Keltenchrist, der genau wie die frühen keltischen Christen frühes Christentum mit keltischen Glaubensinhalten mischt.
Und natürlich sind diese ganzen Handlungen magische Handlungen. Das ist einem wirklichen Priester auch durchaus bewusst.
Ob man Gebet oder Zauberspruch dazu sagt ist mir persönlich wumpe - es läuft doch auf's gleiche hinaus.
Zu den "gemopsten" Festen möchte ich noch sagen, dass dies genauso eine Assimilierung ist wie beispielsweise bei römischem und keltischem Glauben. Die haben sich auch gegenseitig beeinflusst, Gottheiten und Feste "ausgetauscht". (So ist praktisch eine jede Religion ein Medley aus verschiedenen Richtungen - es sei denn, sie ist noch niemals mit anderem in Berührung gekommen.)

Und nur, weil da in Rom jemand sitzt, der sich anmaßt, sich als Oberhaupt aller Christen zu sehen, heißt das nicht, dass alle römisch-katholisch sind und dass alle Christen verbohrt und fanatisch sind.
Bei den Heiden, die auf bekloppte, fanatische oder verbohrte Art mit irgendeinem Mist an die Öffentlichkeit treten sagt hier ja auch keiner "Bah, typisch Heide!" Winken
(Übrigens finde ich es interessant, dass ich mit Christen bislang noch nie ein Thema wegen meiner heidnischen Glaubenseinflüsse hatte, umgekehrt aber sehr wohl.)
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Arianith
Gast





BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 11:49    Titel: Antworten mit Zitat

Die Ansicht finde ich persönlich auch echt toll, ist aber traurigerweise nicht in allen verpflanzt. Religiöse Toleranz wär ja auch zu utopisch =D

Wenn man das Christentum, so wie Ash, in einem keltischen Aspekt sieht, finde ich es persönlich auch viel "magischer" und reizvoller als das, was man sonst zu hören bekommt.
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 10.02.2013, 17:31    Titel: Antworten mit Zitat

Utopisch auf allen Seiten...
Aber es wird besser. Finde ich.
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