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Minimalismus als Lebenseinstellung

 
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MandragoraWolfenHorse
Gast





BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 17:07    Titel: Minimalismus als Lebenseinstellung Antworten mit Zitat

Hallihallo Sonne

Die Mandra will nicht nur jammern oder um Hilfe betteln, sondern sich auch mit ... äh ... anderen Themen ... am Forumleben beteiligen. Nun denn.

Ich hatte Langeweile und dachte ein bisschen nach. Über alles was ich in letzter Zeit so erlebte, hörte, sah oder las. Letzte Woche war ein guter Freund bei mir und half mir mein Laminat zu verlegen. Das war wirklich nötig, denn der Teppich hatte nach 10 Jahren wirklich, wirklich ausgedient! Wie dem auch sei. Mein Freund, der vor etwa vier Jahren - oder sogar schon fünf - den Weg in den Buddhismus gefunden hat, sprach eines Mittags beim Essenkochen von einem minimalistischen Leben, welches er sich mit der Zeit angewöhnen möchte. Wir gingen aber nicht weiter darauf ein.

Vorhin, während des Nachdenkens, kamen mir seine Worte aber wieder in den Sinn und ich fragte mich: "Was ist das eigentlich, dieses minimalistische Leben?" Also habe ich mich ins Internet begeben und recherchiert. Gefunden habe interessante Artikel, geschrieben von interessanten Personen. Als ich diese Texte las, musste ich hin und wieder feststellen, dass ich in den vergangenen fünf Jahren ganz allmählich zum minimalistischen Lebensstil wechselte. Das bemerke ich an so vielen kleinen Dingen, die ich ganz instinktiv aufgab oder umstellte. Ich denke der große Auslöser dafür war, die Erfahrung in der Stadt zu wohnen. Alles schnell, alles hektisch und laut und überall wird man zum Geldausgeben - nun ja - fast schon genötigt. Ja es wurde mir schnell zu viel und ein Nervenzusammenbruch war dann der endgültige Beweis dafür, dass ich keine Stadtmaus bin, sondern eine Landmaus.

Nach dem Zusammenbruch veränderte sich fast automatisch mein Leben. Manchmal sehr bewusst, weil ich von dieser oder jener Weiterentwicklung oder Abänderung überzeugt war und manchmal unbewusst.

Zuerst verkaufte ich mein Auto, da lebte ich noch in der Stadt und brauchte Geld für Miete etc. Seit nun mehr sechs Jahren gehe ich zu Fuß, lasse mich von Familienmitgliedern fahren (nicht sehr oft) oder fahre mit dem Rad.
Dann veränderte sich Schritt für Schritt alles weitere. Ich überdachte meine "Essgewohnheiten" und stellte einiges um. Wobei ich den Weg zur Natur zurückfand. Selbst angebautes Gemüse (die Obstbäume sind noch zu klein), selbst angebaute oder gesammelte Kräuter, Brot von einem kleinen Bäcker aus dem Nachbarort, da wir keinen mehr haben und Fleisch und Milch und alles weitere tierische vom regionalen Fleischhandel. Letzteres werde ich demnächst aber auch noch ändern. Denn da ich eh sehr wenig Fleisch esse, muss ich nicht bei einer Großfirma einkaufen, die ihre Waren auch nur von den ganz großen Konzernen abkaufen. Das Gleiche gilt für Milchprodukte und Fisch. Milch brauche ich eh nur für den Kaffee. Eier bekomme ich nun schon seit zwei Jahren von meiner Tante und meinem Onkel.
Instinktiv habe ich den Alkoholgenuss nahezu vollkommen eingestellt, da ich es nicht mehr mag und auch nicht brauche. Mit Kaffee ging es weiter. Wo ich damals fünf bis sechs Tassen (250ml Größe) am Tag getrunken habe, trinke ich heute nur zwei - selten drei - Tassen am Tag. So ging es mit vielen weiteren Sachen weiter. Immer mehr und mehr, obwohl ich bis heute nie von diesem Minimalismus gehört hatte. Wenn dann nur am Rande, ohne weiter darauf einzugehen.

Der letzte bewusste, aber nicht wissentlich minimalistische, Akt war, das "Ausmisten" meiner Wohnräume. Ja ich fühlte mich erdrückt von all dem Plunder was ich hatte, von dem Dreck an den Wänden (durch Rauchen) und dem ekligen Teppich. Alles musste erstmal raus! Als die Zimmer leer waren, musste ich das erste Mal richtig durchatmen. Dann, als die Wände mit zusammengemixten Farbresten, aus Hellgrün, Hellblau und Weiß (sehr schönes helles Mintgrün kam heraus) gestrichen hatte und der Nikotingestank nicht mehr an den Wänden klebte, atmete ich das zweite Mal ganz befreit durch. Anschließend kam das Laminat - welches eine kostengünstige und notwendige, sowie praktische Anschaffung war. Den Teppich hatte ich vorher mit dem Cleaner meiner Oma gründlich gereinigt und schon allein damit ging eine Menge Schmutz raus. Trotzdem war der Teppich nicht mehr zu retten. Da er aber sauber war, ließ ich ihn als Trittschall unter dem Laminat liegen.
Die hohen Schränke flogen beim Einräumen gleich raus. Zu groß, zu platzraubend, einfach zu erdrückend und da ich viel Krimskrams weggeworfen hatte, brauchte ich die Schränke eh nicht mehr. Nun nur noch das nötigste und dabei kleine Möbel. Meistens Truhen. Sieht sogar ganz hübsch aus und ich bin etwas stolz, weil ich sie selbst aufgehübscht habe.

Nun, lange Rede kurzer Sinn, durch die gelesenen Artikel über das Einfache Leben, wurde ich dazu inspiriert, meinen bereits instinktiv gesuchten Wunsch nach Einfachheit, weiter zu führen. Schritt für Schritt Altlasten los zu werden.

Wie sieht es bei euch denn aus? Habt ihr schon Mal aus dem Bauch heraus richtig entrümpelt; nicht nur im Haus/Wohnung etc.? Lebt jemand von euch minimalistisch und wie geht es euch dabei? Wie sind eure Erfahrungen damit?

Liebste Grüße
Mandragora
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 19:09    Titel: Antworten mit Zitat

Ich lebe nicht an der Untergrenze nötiger Besitztümer, sondern habe gerne Dinge um mich; insbesondere massenhaft Bücher und CDs. Aber ich stimme Dir prinzipiell zu: Man muß nicht alles, was man kann. Man muß nicht jeden Kram besitzen, essen, ansehen und -hören, lagern. Und je pragmatischer man im Entsorgen gegenständlicher Altlasten wird, desto leichter fallen einem wahrscheinlich auch die inneren Entrümpelungsmaßnahmen. Zumindest mir geht es immer so. Smilie
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MandragoraWolfenHorse
Gast





BeitragVerfasst am: 09.07.2012, 20:44    Titel: Antworten mit Zitat

Nun ja, ich denke bei der Sache geht es auch nicht darum, nach einer Du-darfst-das-und-das-nicht-Liste zu leben, sondern darum abzuschätzen, was man selbst im Leben wirklich braucht, um seine Grundbedürfnisse zu befriedigen. Neben den natürlichen Dingen wie Essen und schlafen etc, gehört da natürlich auch die Zufriedenheit mit rein und wenn du mit deiner kleinen Privatbibliothek einfach zufrieden bist, ist das legitim. Ich meine, nicht dass ich da etwas zu sagen hätte. Mir geht es auch so, dass ich gern diverse Dinge um mich habe, die mir rein zur Freude oder Unterhaltung dienen, aber gerade bei Büchern habe ich viel lieber gebrauchte. Gebrauchte Bücher sind wie Bäume, je älter sie sind, desto mehr haben sie zu erzählen.

Was du da über die pragmatischen Entrümpelungsmaßnahmen sagst, kann ich so unterschreiben. Wenn ich aufräume, dann richtig. Gegenständlich und auch geistig. Dann wird erstmal meditiert und alles mit einem großen Saugball abgesaugt, was ich nicht mehr haben will. Durch die Renovierung und ein paar sehr aufschlussreicher Träume, habe ich es erst gestern geschafft, meiner Tante zu sagen, dass es mich nicht mehr interessiert, was sie mir über meinen Ex-Freund erzählt. Ich will es nicht mehr wissen, was vor ein paar Tagen noch anders war.

Ich glaube, dass es richtig ist, wenn ich noch etwas weitergehe. Ich fühle es regelrecht, dass es an der Zeit ist, nach der Einfachheit, dem eigentlichen Bedarf zu suchen und nicht nach dem was man laut Werbung und der vielen kommerziell verseuchten Meinungen meiner Mitmenschen brauchen muss.

Danke für deinen Beitrag Ami Smilie
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Ashmodai
Gast





BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 14:07    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann es gut verstehen.
Das "zurück zur Natur" drängt sich auch immer mehr in mein Leben - ich will einfach nicht a) soviel chemischen Mist an mich heranlassen und b) mit Schuld an so viel Leid sein. Da bewege ich mich aber noch mit Babyschritten.

Und alten, überflüssigen Kram loswerden kann sowas von befreiend sein. Manchmal nimmt einem so Gerümpel fast die Luft zum Atmen und man merkt es kaum; erst, wenn das Zeug und der Ballast, der daran hing, weg ist.

Minimalistisch leben setze ich immer mit spartanisch leben gleich - da bin ich nicht für gemacht. Aber ich brauche für mich auch nicht das, was gemeinhin konsumiert werden soll, da kann die Werbung Gott sei Dank keine künstlichen Bedürfnisse bei mir schaffen.
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MandragoraWolfenHorse
Gast





BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 14:35    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses "Zurück-zur-Natur" kam bei mir wie ein Schnellzug. Von heute auf morgen war da auf einmal diese ganz klare Grenze, die mich mit Nachdruck (seelischer Zusammenbruch, starke Übelkeit, Burn-Out etc.) dau zwang, einen anderen Weg einzuschlagen. Ich sagte mir dann: Okay, so geht es nicht. Ich lasse mich darauf ein, es anders zu versuchen und änderte recht schnell, durch eigene Bedürfnisse angetrieben, meinen Lebensstil. Ja ich war ein wildes Kind und in der Jugend ein "Punk". Ich rannte den Vorstellungen eines wilden Lebens nach, welches angeblich befreien sollte und so weiter. Gebracht hat es mir nichts. Ich habe zu viel getrunken, zu viel geraucht (illegale Drogen nahm ich allerdings nie), zu wenig geschlafen, zu viel gearbeitet und mich auf die falschen Leute eingelassen. Ich habe Massenweise Müll in mich hineingeschaufelt, weil mir die Gesellschaft das als Norm erklärte. Wenn ich heute darüber nachdenke, bin ich zugegeben sehr geschockt von mir selbst.

Ich bin Mutter Natur (andere sagen Gott oder Göttin oder heiliger Geist) sehr, sehr dankbar, für diesen schmerzhaften (hauptsächlich seelisch) Tritt in den Po, der mich in die richtige Richtung lenkte!

Minimalistisch leben bedeutet für mich: zu fragen, ob ich dieses oder jenes wirklich brauche, um Grundbedürfnisse zu stillen. Die Einfachheit eben und nicht von Werbung und der Konsumkultur beeinflusst zu werden.

Glückwunsch dafür, Ashmodai, dass dir die Werbung nichts anhaben kann! Und Babyschritte sind immer noch besser, als auf dem ganzen Müll zu verharren wie ein verschüchtertes Hühnchen Lachen
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Amitiel
Gast





BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 16:27    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, die verhackte Werbung. unentschieden Die ist dafür verantwortlich, daß ich z.B. seit 10 Jahren keinen Fernseher mehr habe. Es macht mir einfach Angst, daß ich heute noch Jingles von 1990 singen kann - ich will solche Blutegel nicht in meinem Geist haben. Das angebliche "brauchen müssen", sagst Du ganz richtig, lenkt uns davon ab, was wir tatsächlich brauchen, was unser Körper und unsere Seele sich wirklich einfordern würden, wenn sie nur dürften.

Ich frage mich auch, ob minimalistisches Leben in dem Sinn jetzt wirklich etwas mit Quantität zu tun hat. Also ich liebe zum Beispiel Kaffee. Sehr glücklich Ich trinke unglaublich viel Kaffee, aber nicht einfach so massenweise in mich rein wie in meiner Studienzeit, wo mindestens 12 blind heruntergekippte Espressos am Tag mich bei einem wahnsinnigen Arbeitspensum einfach wachgehalten haben, sondern mit Genuss, auf Grund gebrüht wie ich es mag, und jede Tasse bekommt ein Lächeln und ein kleines Dankeschön dafür, daß sie mein Leben bereichert. Es ist immer noch viel Kaffee, aber ich trinke ihn, weil ich ihn liebe, und nicht mehr aus blinder Gewohnheit oder als Schmiermittel für den Motor. Das empfinde ich ebenfalls als Konsumverminderung, obwohl es die Menge vielleicht gar nicht so betrifft.
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MandragoraWolfenHorse
Gast





BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 17:16    Titel: Antworten mit Zitat

Minimalistisches Leben hat für mich persönlich gleichsam etwas mit Quantität zu tun, als auch mit Qualität. Schauen wir uns doch an, wie gejagt die Menschen durchs Leben laufen, nur um eine Palette Termine abzuarbeiten, oder um all das neue und schicke Hirn-kaputtmach-Zeug zu erhaschen, damit sie im Trend liegen. Dabei findet der Mensch doch gar keine Zeit mehr, um einmal innezuhalten und sich zunächst bewusst zu werden, wo er eigentlich ist. Keiner nimmt sich doch die Zeit um dem Regen zu lauschen, die Sonne zu genießen oder wie du - eine Tasse Kaffee (oder mehrere Sehr glücklich )

Ich denke, gerade die Quantität ist der Grundstoff für die Qualität des eigenen Lebens und darauffolgend, des gesellschaftlichen Zusammenlebens. Wenn jeder in Hast der kommerziellen Norm nachrennt, kann es keine Qualität geben, da man den Blick für das Wesentliche verliert.

Wisst ihr, ich stelle mir manchmal vor wie es wohl wäre, wenn ich mir einfach nur ein Zelt irgendwo aufschlage und dem "einfachen" Leben ins Auge sehe. Sicherlich, einfach ist es wohl nicht, wenn man sich im Zelt den Popes abfriert Lachen Ja es gibt Phasen an manchen Tagen, da sehne ich mich nach nur einem kleinen Häuschen aus Holz oder auch Stein. Mit einer Küche, in der ja eh das meiste Leben stattfindet (ist bei uns wirklich noch so), einem Schlafzimmer, einem Badezimmer und vielleicht noch ein zwei Zimmern für Freunde oder Familie. Ausstattung nur das, was man wirklich braucht. Dann einen Garten wo man selbst anbaut und in der Nachbarschaft einen anständigen Bauern, der sein Vieh nicht mästet und stopft wie ein Kissen und mit unaussprechlichen Methoden hinrichtet und anderweitig quält. Ihr wisst schon was ich meine.

Nein, ganz so einfach ist es wohl nicht, aber ich denke das scheint uns nur so, weil wir ja alles haben, was uns den Alltag erleichtert. Ja ich empfinde es so, dass ich durch den Fortschritt faul geworden bin, denn obwohl ich mir ein natürliches Leben wünsche, wäre ich dann doch zu verwöhnt, um mir mein Feuerholz selbst zu schlagen, oder jeden Tag im Garten den Kohl von Unkraut zu befreien.

Woher kommt dann aber, trotz der Faulheit, die Sehnsucht nach der Natürlichkeit? Stimmt es was man sagt: "Je komplexer der Verstand, desto größer ist der Wunsch nach Einfachheit?"
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randolf_rodmo
Gast





BeitragVerfasst am: 10.07.2012, 20:01    Titel: Antworten mit Zitat

MandragoraWolfenHorse hat Folgendes geschrieben:
Wisst ihr, ich stelle mir manchmal vor wie es wohl wäre, wenn ich mir einfach nur ein Zelt irgendwo aufschlage und dem "einfachen" Leben ins Auge sehe. Sicherlich, einfach ist es wohl nicht, wenn man sich im Zelt den Popes abfriert Lachen


Ja, gelengentlich habe ich auch sowas im Kopf.
Aber wenn ich ehrlich bin, nach ein paar Tagen bin ich eigentlich froh wenn ich heiss duschen kann und das Mobiltelefon wieder im Datennetz ist.
Ich will auch gar nicht aus der Stadt raus, und auf das Mittagessen in der Kantine will ich auch nicht verzichten.

Wie immer gilt, die Menge macht das Gift. Klar habe ich immer das Telefon dabei, aber ich muss ja nicht drangehen nur weil es klingelt. Ich habe ein Telefon und nicht anders herum. Winken
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Athena
Gast





BeitragVerfasst am: 13.07.2012, 15:54    Titel: Antworten mit Zitat

Ich muss sagen dass ich froh bin über all das (oder vieles von dem), was wir heute so zur Verfügung haben. Und wie Randolf schon sagte, kann ich ja immer noch selber entscheiden, was ich davon haben möchte und was nicht. Für ein minimalistisches Leben, in dem man sich wirklich auf´s aller nötigste beschränkt, dafür bin ich - weiß Gott - nicht gemacht. Aber ich liebe auch all die Kleinigkeiten, mit denen ich mich umgebe und mein Leben versüße, nichts davon geht ohne Sinn an mir vorüber. Was geht, das nehme ich gerne mit und was ich nicht haben kann - auch ok. Jedem das Seine und von allem das rechte Maß, ich denke dann ist alles im grünen Bereich. Smilie
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Windkind
Gast





BeitragVerfasst am: 17.07.2012, 12:11    Titel: Antworten mit Zitat

Alles in Maßen - denke ich.

Ich will nicht die ganze Zeit darüber nachdenken müssen, wie ich mein Leben vielleicht noch weiter "abspecken" könnte. Das ist genau das Gegenteil dessen, was gemeint ist. Wieder konzentriert man sich auf Äußerlichkeiten.

Bei mir persönlich gibt es materielle Dinge, die mir wichtig sind - eine gute natürliche Umgebung, qualitativ hochwertiges Essen, dh. zum Teil selbstangebaut, in Bio-Qualität und vor allem auch schmackhaft, schöne Kleidung, in der ich mich wohlfühle, ausreichend großer, ruhig gelegener Wohnraum und ein guter PC Sehr glücklich

Worauf ich locker verzichten kann, ist z.B der Besitz eines Autos, Fleisch, Fernreisen, und der Besitz von übrigen Mediengeräten.

Und es geht ja nicht nur um Materielles, sondern auch um Zeit. Ich kann locker verzichten auf "'Freundschaften", die mir nicht wirklich was bedeuten, und Aktivitäten, die ich nur mitmache, damit ich das Gefühl habe, vielleicht nichts zu verpassen. Ich bin gerne mal allein, solange ich weiß, dass die Personen, die mir wirklich wichtig sind, mit mir in Verbindung sind. Das sind nicht viele, aber dafür hab ich für sie auch wirklich genug Zeit und Zuneigung.

Ich denke, so ein Lebensstil sollte nicht zum Selbstzweck werden.
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MandragoraWolfenHorse
Gast





BeitragVerfasst am: 17.07.2012, 12:53    Titel: Antworten mit Zitat

Das kann und möchte ich ohne Einwand unterzeichnen, Windkind! Genauso ist es richtig! Meiner Meinung nach, andere sehen es natürlich anders und sicherlich akzeptiere ich diese Ansicht auch.

Minimalistisch zu leben bedeutet für mich nicht, in einem Schuhkarton an der Untergenze der Armut zu leben. Nein, es bedeutet dass ich für mich herausfinde, was ich zum Leben brauche. Was mein Körper und meine Seele wirklich brauchen. Und um Windkinds Beispiel mit der Zeit und dem überall mitmachen, nur um nichts zu verpassen, zu ergänzen: ich muss auch nicht alles haben, nur um nichts zu verpassen oder im aktuellen Trend zu liegen.

Ich weiß gar nicht wer das geschrieben hat, oder wo ich das gelesen habe, aber darin hieß es: "Ich verstehe nicht wieso man für jede Saison eine komplett neue Kollektion an Kleidung und Schuhen braucht." Das drückt in etwa genau das aus, was ich darüber denke Cool

Liebste Grüße!
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Paramäleon
Gast





BeitragVerfasst am: 23.07.2012, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Das meiste von dem oben gesagten kann ich für mich auch unterschreiben. Kurz: „Häng dein Herz nicht an Dinge”. Dann besser gute Sachen, ich bin auch total der Bio-Fan, ich fahre auch gerne und viel Fahrrad, und das Auto (ja, wir haben noch eins) rostet mehr vor sich hin, eigentlich benutze ich es bloß um Sprudel zu kaufen, was auch ein Bisschen an meiner Frau liegt, sonst gäb es bei mir wahrscheinlich nur Leitungswasser.
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