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Ist Hexentum & Heidentum dasselbe?
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Spökenkieker
Gast





BeitragVerfasst am: 13.02.2011, 12:56    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Maryla,

die Antwort auf Deine Frage müßte meiner unbedeutenden Meinung nach eigentlich lauten: Nein.

Als Heiden bezeichneten Christen früher alle Menschen, die nicht christlichen oder jüdischen Glaubens waren. D.h. der damalige Glaube der antiken Germanen, Kelten, Römer, Griechen, Ägypter, Slawen etc. etc. ebenso wie hernach die Anhänger des Islam galten als heidnisch.
Heutige Religionswissenschaftler differenzieren mittlerweile etwas genauer, so daß dem Heidentum heute mehrheitlich sogen. Naturreligionen zugeordnet werden.
Das sog. Neuheidentum ist der Versuch ursprüngliche, vom Christentum bereits (fast) vollständig verdrängte, teilweise sogar untergegangene Religionen wiederzubeleben. Da die Quellen aus damaliger Zeit z.T. spärlich sind, gelingt dies nur unvollständig. Oft werden im Neopaganismus (Neuheidentum) deshalb auch oft verschiedene Religionen untereinander vermischt. Etwas, das meiner Meinung nach durchaus legitim ist, wenn man bedenkt, daß zum einen Vorgänge wie Völkerwanderungen und kriegerische Unterwerfungen eh zu religiösen Durchmischungen führten und zum anderen Dogmatismus eher eine Krankheit monotheistischer Religionen ist, soll heißen, damalige Religionen werden wohl nicht so homogen gewesen sein, wie manch einer heute annimmt.

Was ist nun mit den Hexen?
Sicher wird es auch christliche Hexen gegeben haben (und manche Zauberspruchsammlung aus mittelalterlicher Zeit scheint das zu belegen), wenngleich dies nach christlicher Glaubenslehre eigentlich ein Paradoxon ist. Warum das?
Nun Hexen waren (und sind) Menschen (meist Frauen), die sich mit Kräutern auskennen, zauberkundig sind und/oder über seherische Fähigkeiten verfügen und dies nutz- oder auch schadbringend einsetzen. Letztere beiden Fähigkeiten aber waren im christlichen, wie im jüdischen Glauben übrigens auch, ausdrücklich verboten (weiter Verfahrensweise: siehe Hexenhammer).
Zauberkundige Frauen mit und ohne seherische Gabe hat es eigentlich in nahezu jeder Kultur gegeben. Und als ein Kind ihrer Gesellschaft werden sie auch die darin übliche Religion übernommen haben. Oft wurden sie geachtet, ihre Dienste gebraucht und ob ihres Könnens auch gefürchtet. Einige waren sogar weit bekannt (z.B. Veleda) und versahen auch priesterliche Aufgaben.

Dieses Hexentum wurde also indirekt von den jeweiligen Religionen, also auch dem Heidentum, beeinflußt (umgekehrt sicher auch). Hauptbestandteil des Glaubens waren und sind sie aber nicht, weshalb Hexentum und Heidentum -also der Götterglaube- nicht dasselbe sind.

Grüße vom

Spökenkieker




Zu lang zum lesen?
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2Wölfe
Gast





BeitragVerfasst am: 13.02.2011, 13:43    Titel: Antworten mit Zitat

Nein, nicht zu lang zum Lesen... wie kommst Du denn darauf? Im Gegenteil, ich finde das einen schönen, schlüssigen Beitrag.
Und @Maryla: Nichts zu verbeugen. Smilie Wie ich in meinem nächsten Post schrieb, lasse ich mich ja auch durchaus überzeugen. Vielleicht standenn wir gestern beide etwas auf dem Schlauch?
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Arianith
Gast





BeitragVerfasst am: 13.02.2011, 14:00    Titel: Antworten mit Zitat

Wölfi, ja mit Pantheons hatte es zu tun.. aber nicht mit allen bunt gemischt. Das meinte ich ^^
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Athena
Gast





BeitragVerfasst am: 13.02.2011, 18:36    Titel: Antworten mit Zitat

Ich glaube genau das ist der Punkt bei den freifliegenden Hexen: Sie lassen sich nirgends so richtig zuordnen. Klar gibt es Systeme, wie z.B. Wicca, aber grundsätztlich arbeiten Hexen oder Leute, die im allgemeinen mit Magie u. Ä. umgehen, ja auf vielfältigste Art und Weise.
Prinzipiell würde ich mich also Wölfi´s Aussage anschließen.
Hexen können halt christlich orientiert sein oder auch den Naturreligionen anhängen oder sie gehen ihren eigenen Weg und finden aus alle dem das heraus, womit sie sich persönlich am besten identifizieren können (wie ich z. B.) Kann also dasselbe sein, muß es aber nicht - wie immer Sehr glücklich
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