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Magnetfelder, Strahlung und elektrischer Strom

 
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Paramäleon
Gast





BeitragVerfasst am: 25.05.2010, 17:01    Titel: Magnetfelder, Strahlung und elektrischer Strom Antworten mit Zitat

Katherene hat Folgendes geschrieben:
Es gab doch irgendwelche Forschungen, dass Magnetfelder auch die Gehirnströme beeinflussen.

Elektromagnetische Induktion wirkt auf alle elektischen Leiter, dazu zählen auch Zellen, da diese Blutplasma enthalten. Gerade Nervenzellen, die Längen von bis zu einem Meter erreichen können, sind als Lineare Antennen prädestiniert.

Victoria hat Folgendes geschrieben:
Veränderte Gehirnbilder sind im Computertomographen unter anderem unter Einfluss von Handystrahlung nachweisbar.

Ja, Handys senden auf 800 Mhz und 1600 Mhz. Damit wirken Nervenzellen mit einer Länge von 37 cm und 19 cm als optimale Antennen. (Rechnung: Lichtgeschwindigkeit (~300) durch Frequenz in MHz = Antennenlänge in m). Funker sprechen vom 37-cm- und 19-cm-Band. Dazu kommt, dass das Handy mit einem sehr starken, kurzen Impuls sendet und dann auf Empfang schaltet, die sogenannte "gepulste Strahlung". Der Unterschied ist etwa der, ob du ein Reagenzglas von Gas abbrennst (sagen wir 5 Sekunden) oder ob du es explodieren lässt (0,05 Sekunden) und dann 4,95 Sekunden nichts tust. In beiden Fällen hast du die gleiche "Sendeleistung", aber die Wirkung auf die Antenne (Ohren) ist doch eine erheblich andere.

Gepulste Strahlung ist nicht neu, sie kommt seit den 30-erjahren des letzten Jahrhunderts in Radargeräten vor (um einige Klassen stärker) wo sie in Antennennähe Unfruchtbarkeit und Blindheit bewirkt. Also vorsicht bei eingeschalteten Radarantennen, falls ihr mal auf einem Schiff seid.

Bei UMTS gibt es mehrere Bänder von 37cm bis 12 cm.

Victoria hat Folgendes geschrieben:
Weswegen man auch kein DECT-Telefone im Haus haben sollte, sind nicht gut und der Sender einem Handymasten vergleichbar.

Nein, die Sender in einem Handymasten sind um einiges stärker, aber an der DECT-Basisstation bist du dafür auch viel näher dran. Die Kritik war hier vor allem, dass die DECT-Basis immer sendet. In großen Einrichtungen (Uni) macht das Sinn, wenn man mit dem Handteil durch das ganze Gebäude laufen kann, wird man von Basis zu Basis durchgeschaltet, ohne das Gespräch zu unterbrechen. Dazu müssen die Basen aber ständig ein Grundsignal senden, damit das Handgerät die jewelis stärkste ausmessen und den Wechseln initiieren kann. Zuhause ist das völlig überflüssig, war aber bisher bei den meisten Geräten auch aktiviert, weil es der Standard so vorschreibt. Das Gute: Einige neue Geräte (z.B. Siemens) bieten einen Öko-Modus, in dem der Sender sich ("nicht standardkonform") völlig abschaltet, sobald man nicht telefoniert, und beim Telefonieren beide Teile die Leistung so weit wir möglich runterfahren. Dieser Modus setzt allerdings voraus, dass es nur eine Basis und nur ein Handteil gibt, was aber zuhause meist der Fall ist. (Und, da er "nicht standardkonform" ist, muss man ihn nach dem Kauf auch von Hand aktivieren, siehe Bedienungsanleitung - also dran denken!)

Victoria hat Folgendes geschrieben:
Und ob es wissenschaftlich bewiesen ist oder bewiesen werde kann ist mir kackegal! Ich weiß, dass mir Handystrahlung nicht gut tut, bemerke ich an gelegentlichen Kopfschmerzen bei zu ausuferndem Gebrauch dieses kleinen "Freundes".

Die Reaktionen darauf sind sehr unterschiedlich. Ich reagiere wenig auf elektromagnetische Einflüsse, meine Freundin hingegen mehr. Ich habe auch mal was von einer "Allergie" in die Richtung gehört.

Kevin hat Folgendes geschrieben:
Uff, da muss ich mal einschreiten und etwas klären:
Es gibt das Magnetfeld der Erde. Das definiert sich durch den Plus- und Minuspol.

Ähm, Nord- und Südpol. Pinguine, Eisbären, ... Das mit Plus und Minus sind die Batterien im MP3-Plärrer.

Kevin hat Folgendes geschrieben:
Die Geschichte mit den Handys und dem Elektrosmog ist sehr umstritten und ich muss zugeben, dass meine persönliche Meinung die ist, dass es keine Auswirkungen auf den Körper hat.

Doch, hat es. Bei Schlafproblemen hilft es den ganzen Kram abzuschalten (Sicherungen raus!) Wer eine eigene Wohnung hat, kann sich mal über sog. Netzfreischalter informieren. Die müssen im Sicherungskasten vom Elektriker eingebaut werden, und wenn alle Stromabnehmer aus sind (so entdeckt man übrigens toll Stromfresser) schalten sie auch den Wechselstrom von den Kabeln in der Wand ab. Es bleibt nur eine minimale Gleichspannung auf der Leitung (keine Frequenz = kein "Senden") damit sich das Netz wieder einschaltet, wenn man wieder Strom braucht.

Katherene hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, der Körper hat seinen eigenen Sinn für "Energien" verschiedenster Art.

Ich glaube, dass dieser Sinn im Solarplexus beheimatet ist. Es ist im Vergleich zu dem, was es an bekannter Funktionalität leistet, viel zu groß, und die Natur ist als äußerst sparsam bekannt. Dass es zum vegetativen Nervensystem gehört würde begründen, warum wir nur schwer vom Gehirn aus einen Zugang zu diesem "sechsten Sinn" finden, sondern so viel über Empfindungen laufen muss.
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Kevin
Gast





BeitragVerfasst am: 25.05.2010, 19:26    Titel: Antworten mit Zitat

Es fällt mir trotzdem schwer, daran zu glauben. Es gab zig tausende Studien, kaum welche brachten Ergebnisse und die, die es taten, wurden entweder des Betruges entlarvt oder waren so unpsezifisch, dass sie auf alles passten.
Das mit den Nerven als Antenne und so mag stimmen, tut es wohl auch, aber ob es negative Auswirkungen hat, ist ja die Frage. Die Uneindeutigkeit der zahlreichen Studien zeugt ja aber wenigstens davon, dass der Effekt ziemlich gering ist.

Solche Unverträglichkeiten oder Allergien können auch sehr gut psychisch sein. Viele kennen sicher den Fall, wo ein Sendemast aufgestellt wurde und alle anfingen, sich über irgendwelche unspezifischen Leiden zu beschweren und von der Telekom forderten, dass der Mast wieder abgestellt wird. Die Telekom entgegnete nur: Wie soll es wohl erst werden, wenn der Mast eingeschaltet wird?

Zitat:
Ähm, Nord- und Südpol. Pinguine, Eisbären, ... Das mit Plus und Minus sind die Batterien im MP3-Plärrer.

Das Erdmagnetfeld hat trotzdem einen Plus- und Minuspol, zumindest annährend, weil es ein Dipolfeld ist.

Zitat:
Ich glaube, dass dieser Sinn im Solarplexus beheimatet ist. Es ist im Vergleich zu dem, was es an bekannter Funktionalität leistet, viel zu groß, und die Natur ist als äußerst sparsam bekannt. Dass es zum vegetativen Nervensystem gehört würde begründen, warum wir nur schwer vom Gehirn aus einen Zugang zu diesem "sechsten Sinn" finden, sondern so viel über Empfindungen laufen muss.

Das klingt echt interessant. Weißt du da vielleicht mehr drüber, vielleicht wurden mal Studien versucht oder so?!
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Spökenkieker
Gast





BeitragVerfasst am: 25.05.2010, 19:33    Titel: Antworten mit Zitat

Wenn ich mich recht entsinne, waren es nicht die Aufnahmen eines Computertomographen, sondern eines Kernspintomographen. Ersterer liefert dreidimensionale Röntgenbilder, letzterer u.a. Bilder der Hirnaktivität.
Was man bei dem Versuch nicht vergessen sollte ist folgendes:
Man sieht lediglich eine Änderung der Hirnaktivität. Rückschlüsse auf deren Bedeutung sind bis jetzt aber so ohne weiteres nicht möglich.
Oder anders formuliert: Wenn ich mich in eine Badeanne mit warmen Wasser lege verändern sich meine Hirnaktivitäten nachweislich auch.
Daraufhin Aussagen zu treffen ob elektromagnetische Wellen nun schädlich sind oder nicht, halte ich für fragwürdig.

Zitat:
Funker sprechen vom 37-cm- und 19-cm-Band.


Resonanzen können auch schon bei einem Viertel der Wellenlänge und deren ganzzahligen Vielfachen auftreten (mal einem Verkürzungsfaktor wegen der geringeren Ausbreitungsgeschwindigkeit elektromagnetischer Wellen im Medium).
Da sich Nervenzellen insgesammt in einer "ziemlich suppigen" Umgebung befinden, auch wenn die Neuriten durch Myelinscheiden aus Schwannzellen isoliert werden, ist die Dämpfung doch immens, so daß das Erreichen eines nervalen Reizpotentials in motorischen und sensorischen Nerven (anders als in den Nerven des Gehirns) durch resonannte Induktion bei den üblichen Anwendungen wie Mobiltelefone etc. wohl kaum gegeben ist.

Was die Gefährlichkeit von Radaranlagen angeht:
Radaranlagen arbeiten im Normalfall mit sehr starken und stark gebündelten hochfrequenten elektromagnetischen Wellen.
(Das Prinzip ist quasi das selbe wie bei einem Menschen, der im Dunkeln sich mit Hife einer Taschenlampe orientiert. Dort wo das Licht hinfällt und reflektiert wird kann das menschliche Auge etwas sehen. Das lustige bei diesem Vergleich ist: auch Licht ist nichts anderes als elektromagnetische Wellen, genau so wie Radiowellen auch, lediglich die Frequenz ist eine andere.)
Sich direkt vor einen Radarstrahl zu begeben ist das selbe als würde man sich in ein laufendes Mikrowellengerät begeben. Die Energiedichte ist so groß, daß es zu Gewebserhitzungen kommt. In gut durchblutetem Gewebe kann überschüssige Wärme gut abgeleitet werden. Die Augen z.B. zählen allerding nicht dazu. Es kommt zum Verklumpen von Eiweis. Derselbe Prozess, der auch beim Kochen eines Ei abläuft.

Es gab vor mehreren Jahren mal einen Skandal bei der Bundeswehr, wo mehrere Mitarbeiter an Radaranlagen an Krebs erkrankten. In der Presse wurde es so dargestellt, als sei dies eine Folge der Radarstrahlung gewesen.
In Wirklichkeit ging es aber um die Sichtgeräte. Diese hatten damals eine Elektronenröhre ähnlich der in Fernsehern, allerding mit einer wesentlich höheren Beschleunigungsspannung des Elektronenstrahls. Nun muß man wissen, daß hochbeschleunigte Elektronen bei Auftreffen auf Materie -in dem Fall die Mattscheibe- Röntgenstrahlung produzieren. Bei jedem Farbfernseher (mit Röhre!, also kein TFT, Plasma oder LCD) passiert dies auch, weshalb diese eine entsprechende Abschirmung haben. Vor den Radarsichtgeräten ist diese Abschirmung, die wohl aufwendiger und anders als beim Fernseher war, damals wohl entfernt worden, so daß das daran arbeitende Personal erhöhter Röntgenstrahlung ausgesetzt war - mit entsprechenden Folgen...


Ob elektromagnetische Wellen, speziell im Handy, UMTS und Rundfunkbereich nun schädlich sind?
Nun, die thermischen Wirkungen (also das Verbrühen von Gewebe) läßt sich einfach durch Grenzwerte vermeiden, was auch schon seit Jahren durch Leistungsbeschränkungen für Sendeanlagen und/oder Schutzabstände realisiert wird.

Nicht thermische Effekte, wie z.B. Veränderung von Hirntätigkeiten, Entstehung von Krebs etc. lassen sich bis jetzt nur schwer und dann auch selten eindeutig nachweisen.
Wenn es also eine Gefahr gibt, so ist sie entweder winzig klein, oder sie versteckt sich wahnsinnig gut!

Was die Gefahr durch "Elektrosmog" durch die Hausinstallation (Elektroleitungen) angeht:
Seit mindestens vier Generationen lebt unsere Gesellschaft mit Elektrizität. Bis auf ganz wenige Ausnahmen tut sie dies offensichtlich "klaglos".

Unter den sechs Milliarden Menschen, die auf diesem Planeten leben gibt es sicher auch einige, die "elektrosensibel" sind und womöglich mit der Ausbildung von Krankheiten reagieren. Verglichen mit einer Wespe, die für den einen zwar schmerzhaft aber harmlos, für den anderen aber durchaus tödlich sein kann, die wir aber trotzdem nicht als eine allgemein tödliche Bedrohung ansehen (sonst ständen diese interessanten Tierchen nämlich bestimmt nicht unter Naturschutz!), sind niederfrequente elektromagnetische Wechselfelder, wie sie unsere Stromleitungen umgeben -meiner Einschätzung nach- ungefährlich.

Grüße vom

Spökenkieker


Wer Rechtschreibfehler findet darf sie behalten.
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Paramäleon
Gast





BeitragVerfasst am: 26.05.2010, 15:00    Titel: Antworten mit Zitat

Paramäleon hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube, dass dieser Sinn im Solarplexus beheimatet ist. Es ist im Vergleich zu dem, was es an bekannter Funktionalität leistet, viel zu groß, und die Natur ist als äußerst sparsam bekannt. Dass es zum vegetativen Nervensystem gehört würde begründen, warum wir nur schwer vom Gehirn aus einen Zugang zu diesem "sechsten Sinn" finden, sondern so viel über Empfindungen laufen muss.
Kevin hat Folgendes geschrieben:
Das klingt echt interessant. Weißt du da vielleicht mehr drüber, vielleicht wurden mal Studien versucht oder so?!
Nein, das ist nur eine Theorie von mir, aber sie ist nicht völlig abwegig. Auch in der Magie geschieht nichts ohne Grund.

Ja, Spökenkieker, ich hatte mich absichtlich auf das Wesentliche beschränkt, aber du hast mit den Aussagen natürlich Recht. Bloß gibt es halt auch noch sehr viel, was noch gar nicht oder sehr wenig erforscht ist, sehr kleine Prozesse auf Quarks-Ebene zum Beispiel. Diese ganzen spirituellen Phänomene müssen auf irgendeiner Ebene eine natürliche Grundlage haben... auch wenn es nicht bekannt ist (was vielleicht auch ganz gut ist)!
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Victoria
Gast





BeitragVerfasst am: 27.05.2010, 15:53    Titel: Antworten mit Zitat

Eben, und da die Auswirkungen so wenig erforscht sind, bin ICH lieber mal vorsichtig. Danke Paramäleon, schön, dass du soviel weißt, sehr aufschlussreich! Das mit den DECT-Telefonen wusste ich noch gar nicht!
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